17 Etagen: Das Hochhaus Sign ist eröffnet

17 Etagen: Das Hochhaus Sign ist eröffnet

Mit dem Bürogebäude hat der Investor Frankonia eines seiner Projekte verwirklicht. Mit zwei weiteren, dem Wohnviertel Heinrich-Heine-Gärten und dem Modehaus KWS 183, wird begonnen. In Planung ist unter anderem das Andreasquartier in der Altstadt.

Das 17-stöckige Hochhaus "Sign" im Medienhafen hat keine Gerüste mehr, die markante Glasfassade mit den schräg ausgestellten, schuppenartig angeordneten Scheiben setzt im Medienhafen Akzente, eine Rechtsanwaltskanzlei hat vier Etagen des von dem bekannten amerikanischen Architekten Helmut Jahn entworfenen Gebäudes bezogen. Aber für den Investor, der Projektentwicklungsgesellschaft Frankonia, bedeutet das keine Pause. Er beginnt jetzt mit zwei mehr oder weniger lang geplanten Projekten in Düsseldorf, der exklusiven Wohnanlage Heinrich-Heine-Gärten an der Hansaallee und dem Gewerbebau unter anderem für Modefirmen Kaiserswerther Straße 183 — daher der Name KWS 183.

"Der Immobilienmarkt war wegen der Krise im vergangenen Jahr ruhig, doch jetzt zieht die Konjunktur wieder an", sagt Uwe Schmitz, Geschäftsführer von Frankonia. Zugleich habe sein Unternehmen die Eigenkapitalquote wie von den Geldgebern gefordert auf 750 Millionen Euro fast verdoppelt, betonte Schmitz. Sie sei für die Investitionen von 1,6 Milliarden Euro für die bundesweiten Projekte nötig. 750 Millionen Euro entfielen davon auf Projekte in Düsseldorf.

Die Heinrich-Heine-Gärten sind ein Wohnviertel im klassischen Stil (Architekten Hilmar Sattler Albrecht). Häuser mit insgesamt 300 Wohnungen umschließen Innengärten. "Die luxuriöse Anlage ist elegant und gibt der Entwicklung in Oberkassel und Heerdt einen besonderen Akzent", so Schmitz. Das Grundstück Hansaallee 121-131 in Heerdt lag ein Jahr lang brach, "weil wegen der schwierigen Finanzierung eine Vermarktung nicht sinnvoll war", sagteSchmitz. Die Wohnungen lägen im Preis im Schnitt bei 4500 Euro pro Quadratmeter.

Das Bürohochhaus Sign ist das höchste im Medienhafen. "Es war immer mein Traum, im Medienhafen zu bauen", erzählt Schmitz. Attraktion ist die oberste Etage unter einer gläsernen Kuppel mit einer fantastischen Sicht über Düsseldorf. Sie soll an eine Gesellschaft vermietet werden, die dort Events und Tagungen organisiert.

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Im KWS 183, einem modernen unaufdringlichen Büro- und Ausstellungshaus (Architekten RKW) mit fünf Geschossen, sollen sich unter anderem Modefirmen wohlfühlen. Die Firma Windsor habe bereits Räume gemietet, so Schmitz. Mit dem Bau wurde im Mai begonnen.

Das Andreasquartier, das auf dem Gelände des ehemaligen Gerichts an der Mühlenstraße entsteht, ist ein weiteres Vorzeigeprojekt von Frankonia. Die denkmalgeschützten Teile des Gerichtes bleiben erhalten, neue Gebäude mit Wohnungen werden errichtet. "Ob auch ein Hotel dort einzieht, ist noch nicht klar", sagt Schmitz. Er plant an dieser "herausragenden Stelle" Luxuswohnungen mit einem Quadratmeterpreis bis zu 7500 Euro.

Das Wohnhaus Königskinder an der Speditionstraße (Architekten Petzinka, Pink) liegt noch auf Eis, solange kein Bebauungsplan der Stadt für das Areal vorliegt, so Schmitz. Nachdem ein Kompromiss für das Nebeneinander von Industrie und Wohnen im Hafen gefunden wurde, soll der Plan jetzt erarbeitet werden.

(RP)
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