Das Haus der Kulturen ist eine Chance für Düsseldorf

Kommentar : Eine Chance für Düsseldorf

Der Eil-Antrag der Ampel-Kooperation im Rat dürfte für heftige Diskussionen sorgen. Zwar ist der Weggang des Jungen Schauspiels sehr wahrscheinlich, aber – wie FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus feststellt – eben noch nicht offiziell beschlossen.

Dennoch für eben diesen Standort Förderanträge zu stellen, wirft Fragen auf. Möglicherweise runzeln auch die erhofften Geldgeber in Bund und Land, die bis zu vier Millionne Euro nach Düsseldorf überweisen sollen, die Stirn über diesen Umstand. Trotzdem hat die Idee, das Projekt nun wirklich umzusetzen, Charme. Das Konzept, an dem seit fünf Jahren gearbeitet wird, ist ambitioniert und bietet eine gute Grundlage. Und die Annahme, die Strahlkraft für Rath und Mörsenbroich falle bei einem klassischen Kulturbetrieb wie dem Jungen Schauspiel deutlich höher aus als beim geplanten Haus der Kulturen, muss nicht zutreffen. Im Gegenteil: Viele Menschen, darunter viele Schüler, kamen zwar gerne an die Münsterstraße. Aber sehr viele blieben auch nur für die Vorstellung.

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