Düsseldorf: Das gibt es nur in Unterbilk

Düsseldorf: Das gibt es nur in Unterbilk

Es gibt Bauten, Veranstaltungen und Institutionen, die es nur in Unterbilk gibt:

Albrecht-Dürer-Schule Literaturfreunde sollten sich das Berufskolleg am Fürstenwall einmal genauer anschauen. Als es noch die städtische Oberrealschule war, drückte Heinrich Spoerl dort die Bank – und verewigte sie in der "Feuerzangenbowle". Dass dem schreibenden Unternehmer die Schule gefiel, beweist, dass er später Sohn Alexander hinschickte. Und auch den inspirierte das Schulhaus in Unterbilk zu einem Roman – den "Memoiren eines mittelmäßigen Schülers". Seit 1985 erinnert eine Bronzetafel, gestiftet von den Düsseldorfer Jonges, an die Schriftsteller. Fürstenwall 100

Martinslampen-Ausstellung Das Martinsbrauchtum wird im Stadtteil groß geschrieben. Das zeigt sich beim alljährlichen Umzug durch die Straßen Unterbilks – dem zweitgrößten der Stadt. Seit mehr als 30 Jahren werden vorher selbstgebastelte Laternen prämiiert. Nicht bloß Kita- und Schulkinder sind zum Basteln aufgefordert; es gibt auch einen Preis für Senioren. Die Ausstellung der Werke in der Unterbilker Friedenskirche ist Attraktion für den ganzen Stadtbezirk. www.martinsfreunde.de

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Akademie der Wissenschaften Ein bisschen versteckt am Floragarten trifft sich die Intelligenz des Landes. Anfang des 20. Jahrhunderts noch als Rheinische Gesellschaft für wissenschaftliche Forschung. 1950 gründete Ministerpräsdident Karl Arnold die Arbeitsgemeinschaft für Forschung, die nach einer entsprechenden Gesetzesvorlage 1970 zur Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften wurde. Heute kommen dort Wissenschaftler und Forscher in geistes-, natur- und ingenieurs- und wirtschaftswissenschaftlichen Klassen. Als erste Akademie in Deutschland hat die Düsseldorfer auch eine Klasse der Künste eingerichtet. Im Karl-Arnold-Haus der Wissenschaften, das Architekt Hans Schwippert in den 1950er Jahren plante, ist zu Diskussionen auch die Öffentlichkeit willkommen. Palmenstraße 16

Dezimaluhr Der Rheinturm steht zwar knapp hinter der Stadtteilgrenze, doch die weltweit einmalige Dezimaluhr ist erst zu lesen, wenn man ein paar Schritte rückwärts geht – und damit in Unterbilk steht. Und so liest man die Uhr so leicht wie die am Handgelenk: die gelb leuchtenden Bullaugen haben keine Funktion, die roten sind Funkfeuer für den Luftverkehr. Nur die weißen zeigen die Uhrzeiten an: zuerst die Sekunden (Einer und Zehnerstellen), dann die Minuten (Einer und Zehner) und die Stunden. Die Blöcke sind durch gelbes Licht getrennt. Stromstraße 20

(RP)