Kinderrechte Was man zum Weltkindertag in Düsseldorf wissen muss

Düsseldorf · Der Weltkindertag wird auch in Düsseldorf gefeiert. Er ist mehr als nur ein netter Tag, um Feste zu feiern. Wir erklären, welche Bedeutung er hat und was am 17. September deswegen in Düsseldorf los ist.

Aktionen zum Weltkindertag an der Rheinuferpromenade. (Archivfoto)

Aktionen zum Weltkindertag an der Rheinuferpromenade. (Archivfoto)

Foto: Endermann, Andreas (end)

Wann ist der Weltkindertag 2023 in Düsseldorf?

Der Weltkindertag findet alljährlich auch in Düsseldorf am 20. September statt, das ist 2023 ein Mittwoch. Aktionen finden in diesem Jahr am Sonntag, 17. September, statt.

Was für ein Programm findet am Sonntag in Düsseldorf statt?

Bürgermeisterin Clara Gerlach wird das Fest auf der Landtagswiese um 12 Uhr eröffnen. Im Anschluss sorgen verschiedene Künstlerinnen und Künstler wie etwa das Tanztheater BauKinderKultur und die Großstadtengel vor Ort für ein vielfältiges Programm. Auch Veranstaltungen in den Stadtbezirken haben das Thema Kinderrechte im Fokus. Städtische Kindertagesstätten bieten ein buntes Mitmachprogramm für die Kleinsten, die Bürgerhäuser und Kultureinrichtungen sind mit Kreativständen dabei.

Der NRW-Landtag organisiert ein abwechslungsreiches Kulturprogramm und einen Tag der offenen Tür. Dort erleben die Kinder unter anderem den KiKa-Reporter Checker Julian, die Maus und Shaun das Schaf.

An folgenden Orten finden am Sonntag zwischen 12 und 8 Uhr Aktionen für Kinder, Jugendliche und Familien statt:

  • Stadtbezirk 1: Rochusmarkt, Camphausstraße
  • Stadtbezirk 2: Stadtwerkepark, Kettwiger Straße
  • Stadtbezirk 3: Landtagswiese, Landtag, Moselstraße
  • Stadtbezirk 3: Platz der Kinderrechte, Volksgarten
  • Stadtbezirk 3: ejd - Campus Jugend (evangelische jugend düsseldorf), Kruppstraße 15
  • Stadtbezirk 4: Freizeitpark Heerdt, Heerdter Landstraße
  • Stadtbezirk 5: Haus des Kindes Nordkap.familie, Heinrich-Walbröhl-Weg 10
  • Stadtbezirk 6: Blue.rock.Familie - Lichtenbroicher Weg 96
  • Stadtbezirk 7: Gerricusplatz
  • Stadtbezirk 8: Abenteuerspielplatz Eller - Schlossallee
  • Stadtbezirk 9: Kamper Acker - Bonner Straße
  • Stadtbezirk 10: Fußgängerzone Garath - Fritz-Erler-Straße

Was ist das Ziel des Weltkindertages?

Ziel des Tages ist es, die Rechte der Kinder sowie die Freundschaft unter den Kindern und Jugendlichen zu fördern. Nicht zuletzt sollen sich die Regierungen an diesem Tag öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) zu unterstützen.

Seit wann gibt es den Weltkindertag?

Die Uno (United Nations Organisation) hat 1954 ihren Mitgliedstaaten empfohlen, einen Weltkindertag ins Leben zu rufen. In Düsseldorf hat dieser Tag und der Einsatz für Kinderrechte eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert.

Warum gibt es in Deutschland zwei Kindertag?

Neben dem Weltkindertag am 20. September gibt es in Deutschland noch den Internationalen Kindertag am 1. Juni. Dieser wurde traditionell in der DDR gefeiert und ist daher in den östlichen Bundesländern erhalten geblieben.

Ist der Weltkindertag ein Feiertag in Düsseldorf bzw. NRW?

Nein, in NRW ist der Weltkindertag kein gesetzlicher Feiertag. Jedoch gibt es in Deutschland ein Bundesland, wo das der Fall ist: Thüringen. Diese Feiertagsregelung ist allerdings noch relativ neu: Am 28. September 2019 stimmte die Mehrheit aus Linke, SPD und Grünen im thüringischen Landtag einen entsprechenden Gesetzesentwurf zu.

Hat die Uno den Weltkindertag erfunden?

Nein, tatsächlich nicht. Denn bereits 1920 hatte die Türkei als erstes Land weltweit einen Kindertag eingeführt. Am 23. April 1920 war das neue türkische Parlament zusammengetreten und hatte die Republik Türkei ausgerufen sowie Mustafa Kemal Atatürk zu ihrem Präsidenten bestimmt. Er verkündete noch am gleichen Tag, dass dieses Datum künftig den Kindern gewidmet werde, weil die Kinder von heute die Regierenden von morgen seien.

Zwei Jahre später verfasste Eglantyne Jebb, eine englische Grundschullehrerin und Gründerin der internationalen Kinderrechtsorganisation „Save the Children“, die Grundsätze über die Rechte von Minderjährigen und schickte es an den Völkerbund, den Vorläufer der Vereinten Nationen. Dieses Fünf-Punkte-Programm bildete den Grundstein der „Genfer Erklärung über die Rechte von Kindern“. Sie wurde am 26. September 1924 vom Völkerbund verabschiedet, und in diesem Zuge führten einige Staaten einen Kindertag ein.

(csr)
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