Japan-Tag in Düsseldorf: Das bunteste Gedränge des Jahres

Japan-Tag in Düsseldorf : Das bunteste Gedränge des Jahres

Für Düsseldorfer ist es ein vertrautes Bild – und doch ist es jedes Mal ein ganz besonderer Tag für die Stadt: 650.000 Besucher feierten den Japan-Tag. Es war ein sehr gut besuchtes, fröhliches Fest.

Für Düsseldorfer ist es ein vertrautes Bild — und doch ist es jedes Mal ein ganz besonderer Tag für die Stadt: 650.000 Besucher feierten den Japan-Tag. Es war ein sehr gut besuchtes, fröhliches Fest.

Japan-Tag in Düsseldorf: So verrückt sind die Kostüme
  • Das Fest

Auf der Hauptbühne am Burgplatz traten japanische Kindergärten und Schulen mit Musik, Gesang und Tanz auf. Im Vergleich zum Vorjahr war der Platz nicht überfüllt, so dass sich dort auch Familien gut aufhalten konnten. Entlang der Promenade brauchten die Besucher schon bessere Nerven. Um die Mittagszeit gab es teilweise kein Fortkommen - dafür waren viele aufwendige Kostüme und gut gelaunte Menschen zu sehen. Nur wenige Besucher hatten allerdings angesichts der drängelnden Massen die Muße, an einem der Stände und Zelte anzuhalten. Auf der Wiese vor dem Landtag war eine japanische Popkultur-Zone eingerichtet worden. Dort drehte sich alles um Manga-Merchandise und um das Zubehör für das Cosplay, also das fantasievolle Verkleiden als japanische Comic-Figuren.

  1. Raumkonzept

Die Stadt wollte verhindern, dass es gefährlich eng wird. Das Gelände wurde um die Wiese an den Reuterkasernen erweitert. Dort ließen sich viele Cosplayer mit Zelten und Picknickdecken nieder - die Erweiterung erwies sich als gute Idee. Auch die Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft. So platzierte die Polizei Lkw-Sperren und Beton-Poller als Schutz gegen Terrorattacken. Das Fest blieb friedlich, die Stimmung ausgelassen. Ein Problempunkt ist aber nach wie vor die An- und Abreise: Schon mittags war die Lage am Hauptbahnhof angespannt, besonders die Regionallinien waren überlastet. Viele Züge waren so voll, dass die Türen nicht mehr schlossen, es kam zu Verspätungen und Umleitungen. Besucher beklagten, dass die Bahn trotz der Ausnahmesituation davon absah, die ersten Klassen für alle zu öffnen. Die U-Bahnen, die Richtung Altstadt fuhren, waren ebenfalls überfüllt. Am frühen Abend traten viele Besucher, die eine weitere Heimreise hatten, die Rückfahrt an. Vereinzelt waren die Bahnsteige so voll, dass sich die Menschen schon auf den Treppen stauten, es kam zu Gedrängel.