Düsseldorf: Das Altstadtpflaster wird zur Stolperfalle

Düsseldorf: Das Altstadtpflaster wird zur Stolperfalle

An der Bergerstraße in Düsseldorf heben sich einige Steine des seit 2011 erneuerten Altstadtpflasters. Die entstehenden Stolperkanten sind gefährlich, erst vor ein paar Wochen stürzte eine alte Dame, kam zum Glück mit dem Schrecken davon.

Für die Stadt ist das kein Grund zu erhöhter Besorgnis: Das Pflaster, innerhalb von fünf Jahren auf mehr als 23.000 Quadratmetern für rund fünf Millionen Euro erneuert, werde regelmäßig kontrolliert. Schadhafte Stellen würden in "konzertierten Aktionen" repariert, sagt Rathaussprecher Volker Paulat. Drei bis vier solcher Aktionen gebe es pro Jahr, die Mängelliste erstellten städtische Mitarbeiter bei Kontrollgängen.

Die Berger-/Ecke Wallstraße stand Anliegern zufolge erst vor einigen Monaten auf der To-Do-Liste des Reparaturtrupps. Dort hatte es auch zu Beginn der Bauphase Probleme gegeben: Die Baufirma hatte eine nicht geeignete Mörtelmischung benutzt und musste seinerzeit für die Verzögerungen geradestehen. Später hatten unterirdische Leitungen für weitere Schäden gesorgt. Es sei nicht ungewöhnlich, dass etwa Kanten an den Steinen abplatzen, sagt Paulat. "Dies geschieht vor allem auf der Bolkerstraße, weil dort zur Anlieferung viele Lkw fahren." Zusätzlich belastet würden die Steine, weil das intensiv genutzte Pflaster auch intensiv gereinigt werden müsse.

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Auch das Schützenfest gilt als eine intensive Belastung fürs Altstadtpflaster. Nachdem im Sommer 2013 der Festzug mit vielen Pferden über die Flinger Straße gelaufen war, waren hinterher "deutliche Gebrauchsspuren" zu sehen, wie die damalige Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement erklärte.

(sg)
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