1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Coronavirus Düsseldorf: Mitarbeiter von Ernst & Young infiziert

Home-Office angeordnet : Mitarbeiter von Düsseldorfer Unternehmen mit Coronavirus infiziert

Es gibt einen bestätigten Corona-Fall in Düsseldorf. Ein Mitarbeiter der Unternehmensberatung Ernst&Young ist an Covid-19 erkrankt. Der Mann arbeitete am Graf-Adolf-Platz.

Das Coronavirus hat nun die Landeshauptstadt erreicht: „Wir können bestätigen, dass ein Mitarbeiter aus dem Düsseldorfer Büro von Ernst&Young positiv auf das Coronavirus getestet wurde“, sagte eine Sprecherin der Unternehmensberatung auf Anfrage unserer Redaktion.

Der betreffende Mitarbeiter habe nach derzeitigen Erkenntnissen keinen Mandantenkontakt gehabt, sagte die Sprecherin weiter. Alle Mitarbeiter der Niederlassung am Graf-Adolf-Platz seien aufgefordert worden, bis auf weiteres zu Hause zu bleiben. Gleiches gelte auch für die Niederlassung in Essen, weil sich der Erkrankte dort für eine kurze Zeit aufgehalten habe. Das Unternehmen wolle weitere Schritte nun mit den Behörden abstimmen. Unklar ist bislang, ob der infizierte Mitarbeiter in Düsseldorf wohnt. In unserem Liveblog halten wir Sie über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.

Am Hochhaus GAP 15 am Düsseldorfer Graf-Adolf-Platz sind die Jalousien im Erdgeschoss am Freitagvormittag blickdicht verschlossen. Die Mitarbeiter am Info-Counter sind am Morgen angewiesen worden, keine Auskünfte zum Fall des erkrankten Mitarbeiters von Ernst & Young (E&Y) zu geben.

Die Beratungsfirma hat den Großteil der 24 Etagen des Hochhauses belegt. Zudem residieren in dem Bau Rechtsanwälte und die Immobilienfirma Savills. Während E&Y seine Mitarbeiter ins Home Office geschickt hat, stehen vor dem Gap 15 Mitarbeiter der übrigen Firmen. Sie reagieren gelassen auf den Corona-Fall und machen sich keine besonderen Sorgen. "Wir sind nicht informiert worden", merken sie an, "nur bei Ernst & Young gibt es einen Aushang".

Am Freitagmorgen wurde außerdem bekannt, dass eine sich eine Junge Frau aus Düsseldorf bei ihrem Freund in Heinsberg mit dem Virus angesteckt hatte. Die Frau hatte die Karnevalstage bei ihm verbracht und war demnach seit dem 19. Februar nicht mehr in Düsseldorf.

Allein in Heinsberg müssen derzeit rund 1000 Menschen in Quarantäne bleiben. Mindestens 20 Menschen haben sich dort mit dem Coronavirus infiziert. Im Fokus des Kreises Heinsberg steht eine Kappensitzung vom 15. Februar in Gangelt-Langbroich. Der in NRW erste bekannte Infizierte hatte an der Veranstaltung teilgenommen und möglicherweise andere Besucher angesteckt. Ob der neueste Fall aus Düsseldorf auch Kontakte zu der Ortschaft hatte, ist bislang unklar.Die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität hat derweil Mitarbeitern aus Wissenschaft und Verwaltung die Möglichkeit der Heimarbeit eingeräumt. Eine Empfehlung dazu gelte für alle, die sich ernsthafte Sorgen machten, vom Coronavirus betroffen zu sein und die etwa kürzlich in Risikogebieten waren, sagte ein Sprecher der Universität am Freitag.

Im Einzelfall müsse das aber immer mit einem Vorgesetzten geklärt werden. Die Universität hat rund 4000 Mitarbeiter in Wissenschaft und Verwaltung.