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Coronavirus: 40 Aussteller aus China sagen bei Euroshop Düsseldorf ab

Messe in Düsseldorf : 40 chinesische Aussteller sagen bei der Euroshop ab

Die Messe Düsseldorf hat ein Superjahr vor sich. Der Coronavirus könnte die Aussteller- und Besucherzahlen jedoch beeinflussen.

Am Sonntag beginnt auf dem Messegelände in Stockum die Euroshop, die weltgrößte Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels. Zur letzten Messe dieser Art kamen 113.000 Besucher. Die Messe-Chefs hoffen auf ähnlichen Erfolg, wenngleich der Coronavirus das Geschäft eintrüben kann. Bislang aber halten sich die Auswirkungen in Grenzen.

Laut Erhard Wienkamp, Operativer Geschäftsführer der Messe, haben bislang von den 353 chinesischen Ausstellern, die sich ursprünglich zur Euroshop angemeldet hatten, 40 ihre Teilnahme abgesagt. Insgesamt werden rund 2300 Aussteller erwartet.

Die Messegesellschaft reagiert auf die etwaige Gefährdung durch die Epidemie mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Darüber werden die Besucher offensiv auf der Homepage der Euroshop informiert.

Dort heißt es, als Vorsichtsmaßnahmen würden beispielsweise zusätzliche Handdesinfektionsstationen eingerichtet und die Reinigungsintervalle für Kontaktflächen (unter anderem Türklinken, Handläufe und Schalter) erhöht. Auf Plakaten soll auch darauf hingewiesen werden, dass es in solchen Zeiten ratsam ist, auf das Händeschütteln zu verzichten.

Die Euroshop ist im Messejahr 2020 eine wichtige Veranstaltung, wird aber durch andere Großmessen überboten. So stehen unter anderem die Weltleitmessen ProWein (März), die Interpack im Mai (sieben Tage) sowie die Druckmesse im Juni (elf Tage) im Kalender.

Vom Caravan Salon im Herbst 2019 bis zum Juni werden innerhalb von zehn Monaten rund 1,6 Millionen Besucher und 35.000 Aussteller bei Veranstaltungen der Messe Düsseldorf gewesen sein. So lautet bislang die Kalkulation von Messe-Chef Werner Dornscheidt.

Zur besonders ertragreichen Interpack kamen vor drei Jahren gut 170.000 Besucher, der Anteil der Besucher aus Asien lag bei 18 Prozent. Die Großmessen werden generell internationaler, weil die Wirtschaft in Ländern wie China besonders wächst.

Welche Belastungen der Coronavirus im ersten Halbjahr noch mit sich bringen könnte, ist für die Messe nicht abschätzbar. „Aussagen über etwaige Auswirkungen lassen sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht treffen“, so Wienkamp.