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Corona in Düsseldorf: Treppe am Burgplatz ist wieder freigegeben

Corona in Düsseldorf : Treppe am Burgplatz ist wieder freigegeben

Zunächst sollte der beliebte Treffpunkt gesperrt bleiben. Dann entschied sich die Stadt am Montagmittag doch dazu, ihn wieder freizugeben. Am Samstag musste die Treppe geräumt werden.

Die Stadt zieht trotz der zwischenzeitlichen Sperrung ein positives Fazit für das Wochenende. Insgesamt 117 Einsatzkräfte waren von Freitag bis Sonntag im Dienst – zu Fuß, mit dem Rad oder Einsatzwagen. Kontrolliert wurde vom frühen Morgen bis in die Nacht.

Den spektakulärsten Einsatz musste der Ordnungs- und Servicedienst der Stadt (OSD) am Samstagabend gemeinsam mit der Polizei an der Burgplatz-Treppe meistern, wo die Ansammlung zu groß wurde und deshalb rund 200 Menschen aufgefordert wurden, den Platz zu verlassen. Im Anschluss sperrte der OSD die Treppe zunächst mit Flatterband, später stellte er Absperrzäune auf. Am Montagmittag gab die Stadt die Treppe wieder frei und hofft, dass sich die Düsseldorfer nun an die Abstandsregeln halten.

„Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften, die am Wochenende einen tollen Job geleistet haben. Die besondere Herausforderung lag dieses Mal sicherlich darin, die Bürger, die nach zwei Wochen eingeschränkten Kontakts aufgrund der Corona-Krise nun das sonnige Wochenende genießen wollten, freundlich aber bestimmt auf die nach wie vor geltenden Abstandsregeln hinzuweisen“, so Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD).

Der OB sagt weiter: „Ich denke, dass wir in Düsseldorf gezeigt haben, dass es nicht um Bestrafung, sondern um den Schutz der Menschen geht. Wir müssen uns weiter an die Vorgaben halten, um die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen. Aber es muss trotzdem möglich bleiben, dass die Menschen nach draußen gehen und den Frühling genießen können."

Insgesamt 230 Mal war der OSD im Einsatz, 140 Mal standen die Einsätze im Zusammenhang mit den Corona-Regeln. 377 Anrufe mit Corona-Bezug gingen am Wochenende in der Leitstelle ein. Meist ging es um Verständnisfragen, was noch erlaubt sei, teilte die Stadt mit. Vom 18. März bis zum 5. April erreichten die OSD-Leitstelle 3134 Anrufe dieser Art.

Darüber hinaus wurden diverse Ansammlungen aufgelöst und eine eigentlich verschlossene Sportanlage an der Straße Im Liefeld geräumt, auf der sich mehrere Personen zum Fußballspielen getroffen hatten. Dieser „Kick" wird ein Nachspiel haben, denn der Zutritt der Hobby-Fußballer sei rechtswidrig gewesen, weshalb die Polizei nun wegen Hausfriedensbruchs ermittelt.

Bei den Streifengängen und Einsätzen des OSD steht derzeit der Dialog noch stärker im Vordergrund als zu anderen Zeiten. Deshalb verteilen die Mitarbeiter des OSD momentan auch Flyer mit Verhaltensregeln und Hinweisen zu Corona/Covid-19 an die Bürger. „Am Wochenende war zwar viel los, aber die Menschen reagierten auf Ansprache zumeist verständnisvoll und einsichtig“, sagt Holger Körber, Leiter der Außendienste des Ordnungsamtes.

Es sei für alle ja eine außergewöhnliche Zeit und für die OSD-Mitarbeiter eine besondere Herausforderung, in Zeiten der Kontaktsperre im stetigen Dialog mit den Besuchern der sehr gut frequentierten öffentlichen Anlagen zu stehen, sagt Körber.