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Corona in Düsseldorf: Polizei hat volle Altstadt im Griff

Großaufgebot in Düsseldorf : Polizei hat volle Altstadt im Griff

Das schöne Wetter am Wochenende hat wieder die Massen in die Düsseldorfer Altstadt gezogen. Die Einsatzkräfte sprechen dort Samstagnacht alleine insgesamt 80 Platzverweise aus.

„Es war sehr, sehr voll“, berichtete eine Polizeisprecherin am Sonntag auf Anfrage. Da die Polizei mit einem Großaufgebot frühzeitig an den neuralgischen Punkten Stellung bezogen hatte, blieb es in den Nächten zu Samstag und zu Sonntag vergleichsweise ruhig. Am Sonntagmorgen gab es dafür auch ein dickes Lob vom städtischen Ordnungsdienst (OSD). Auf Anfrage bei der Stadt hieß es zudem, dass es sowohl auf der Bolkerstraße als auch auf der Kurze Straße ruhig geblieben sei. Aus Sicht des OSD gab es keine besonderen Vorkommnisse.

An beiden Abenden drängelten sich die Besucher vor allem am Rheinufer, an und auf der Freitreppe sowie am Burgplatz. Am Freitagabend ab 22 Uhr strömten bei immer noch lauschigen Temperaturen Tausende Menschen in die Altstadt. Viele waren mit dem Auto angereist und füllten mit ihren Fahrzeugen die Parkhäuser und die Straßen. „Unsere Kräfte haben von Beginn an frühzeitig interveniert. Das Konzept ist aufgegangen“, berichtete die Polizeisprecherin. Am Freitag gegen 23.15 Uhr erteilten die Beamten Platzverweise an zwei Personen, die auf dem Burgplatz Flaschen in die Menge geworfen hatten.

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In der Nacht zu Sonntag sprachen die Beamten 80 Platzverweise aus und überprüften die Personalien von 120 Personen. Neun Störer wurden zudem vorübergehend in Gewahrsam genommen. Ab 1.30 Uhr bekamen die Polizisten dann mehr zu tun, unter anderem mit angezeigten Körperverletzungen. Um solche Vergehen im Keim zu ersticken, zeigten die Beamten am Burgplatz und an der Freitreppe weiterhin starke Präsenz. Erst gegen 5.45 Uhr am Morgen wurde die zur Unterstützung angeforderte Einsatzhundertschaft in den Feierabend geschickt.

Einen Tumult mussten die Beamten auflösen. Ein Mann, der zunächst die Polizei um Hilfe gebeten hatte, habe sich dann diesen gegenüber aggressiv verhalten. Als die Beamten ihn deswegen in Gewahrsam nehmen wollten, hätten sich schnell bis zu 80 Menschen um die Kräfte gesammelt, berichtete die Polizeisprecherin. Weil diese aber schnell Unterstützung hätten dazu rufen können, hätte sich die Situation recht schnell entspannt.