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Corona-Impfung Düsseldorf: Taxi Norman fährt Senioren zum Impfzentrum

Corona in Düsseldorf : Stadt spricht mit Fahrdiensten über Touren zum Impfzentrum

Das Taxi-Unternehmen von Erol Norman möchte mobil eingeschränkte Senioren über 75 kostenlos zum Impfzentrum fahren und sie beim Termin begleiten. Von der Stadt wünscht er sich eine kleine Unterstützung.

Taxi-Unternehmer Erol Norman bekräftigt seine Pläne, mobil eingeschränkte Senioren über 75 Jahre kostenlos zu Impfungen gegen das Coronavirus zur Arena zu bringen. Das macht er aus zweierlei Gründen: Zum einen will er damit Werbung für seine neu gegründete Zentrale Taxi Ruf Düsseldorf machen, zum anderen möchte er einen Beitrag leisten, damit möglichst viele Menschen durchgeimpft werden und die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Denn dann würde auch der Umsatz der Taxi-Branche wieder steigen. Dieser ist im zweiten Lockdown bei ihm um mehr als 80 Prozent eingebrochen.

Die Fahrer der Norman-Gruppe sollen die älteren Kunden nicht nur zum Impfzentrum bringen, sondern sie auch zu ihrem Termin begleiten, während der Behandlung warten und dann die Senioren wieder nach Hause fahren. Sie werden dafür extra – und auch für Krankenfahrten generell – geschult. Norman hofft bei seinen Plänen auf eine kleine finanzielle Unterstützung der Stadt. „Vielleicht mit fünf Euro oder einem Coupon, den wir an die Fahrer weitergeben“, sagt der 37-Jährige.

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Positive Signale von der Stadt will Norman schon vernommen haben. Dort sei man von seinen neuen E-Taxis mit einer Rollstuhlrampe und einem Schwenksitz zum Ein- und Ausstieg angetan gewesen. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) bestätigte entsprechende Gespräche mit Fahrdiensten und sagt: „Wir sollten die Impfungen auch jenen Über-80-Jährigen ermöglichen, die nicht so einfach mobil sind. Diesbezüglich prüfen wir derzeit verschiedene Möglichkeiten, wie dies durch Fahrdienste, sowie im Falle von pflegebedürftigen Personen durch mobile Impfteams vor Ort realisiert werden könnte.“

Inwiefern die Norman-Gruppe oder andere Anbieter, die diesen Service anbieten möchten, finanziell unterstützt werden können, muss die Politik entscheiden. Normans Pläne sollen dort zeitnah vorgestellt werden.