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Corona Düsseldorf: Zwei verbotene Partys entdeckt - Hotel & See

Corona-Kontrollen in Düsseldorf : Eine zufällige Party am See und eine in der Hotelsuite

Zwei verbotene Partys entdeckten Mitarbeiter des OSD am Wochenende in Düsseldorf: Einmal am Zamek-See in Eller – hier beteuerten die Personen, sie hätten sich rein zufällig getroffen – und das andere Mal im Hyatt-Hotel im Hafen. Die Gäste hatten ein Video bei Instagram gepostet.

Zwei Partys, zahlreiche Maskenverstöße, Trainierende in einem Fitnessstudio – zu insgesamt 102 Einsätzen im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung mussten die OSD-Mitarbeiter in Düsseldorf zwischen Freitag und Sonntag ausrücken. Fast 100 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

Bei der Kontrolle eines Fitnessstudios in Unterbilk trafen OSD-Mitarbeiter am Freitag einen Personal Trainer und zwei Gäste beim Training an. Keiner der Betroffenen trug eine Mund-Nasen-Bedeckung. Bei dem Trainer handelte es sich um den Studiobesitzer. Das weitere Training wurde untersagt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Gegen 21 Uhr trafen Einsatzkräfte dann am Zamek-See in Eller auf eine Gruppe von acht Erwachsenen und drei Kindern unter 14 Jahren. Alle Anwesenden gaben an, dort rein zufällig aufeinandergetroffen zu sein. Dagegen sprach allerdings die deutlich überdimensionierte Menge an mitgeführten Lebensmitteln. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

Um 22.45 Uhr schließlich wurden OSD-Mitarbeiter im Garather Schlosspark auf eine vierköpfige Gruppe aufmerksam. Neben diverser Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung wurden auch zwei Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz (Abgabe von Alkohol und Tabakwaren an Minderjährige) festgestellt. Auch hier wurden entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Mehr als 60 Verstößen gegen die Maskenpflicht wurden am Samstag in der Altstadt registriert, 24 davon bei einer Demonstration.

Am Sonntag wurden Mitarbeiter des OSD auf bei Instagram gepostete Fotos aufmerksam. Darauf war eine Party im Hyatt-Hotel am Hafen zu sehen. Der Hinweis darauf sei von einem Anrufer gekommen, der sich über die Party beschwert habe, sagte ein Sprecher der Stadt.

Als die OSD-Einsatzkräfte bei dem Hotel eintrafen, war aber niemand mehr in der betreffenden Suite anwesend. Das Zimmer wies allerdings deutliche Spuren einer Party auf.  „Wir sind aber alle total schockiert, es ist eine furchtbare Situation“, sagte eine Sprecherin des Hotels. Die Leute hätten in mehreren Zimmern gefeiert. Es seien „ganz normale Leute aus der Region“ gewesen.

Durch Abgleich mit den vorliegenden Informationen konnte die Hotel-Rezeption die entsprechende Zimmerreservierung nachvollziehen. Die betreffenden Gäste hatten zur Reservierung Schreiben von Firmen über den beruflichen Zweck des Aufenthaltes und der damit verbundenen Übernachtung vorgelegt.

Ob die Papiere der Arbeitgeber echt seien, müssten die Behörden klären, sagte die Sprecherin. Nicht auszuschließen sei, dass diese Unterlagen gefälscht seien. Es habe sich auch um unterschiedliche Arbeitgeber gehandelt, die von diesen Gästen angegeben worden seien. Die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens wird vom OSD geprüft.

(arl/bpa/csr)