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Corona Düsseldorf: Stadt schätzt die Inzidenz auf fast 1000

Softwareprobleme noch nicht behoben : Stadt schätzt Inzidenz in Düsseldorf auf fast 1000

An nur einem Tag haben sich fast 800 weitere Menschen mit Corona infiziert. Die Inzidenz-Zahlen bilden laut Gesundheitsamt weiter nicht die aktuelle Lage ab – die Stadt schätzt den Wert aber auf fast 1000.

Die Corona-Zahlen in Düsseldorf steigen: Für Dienstag meldete die Stadt fast 800 Neuinfektionen. Wegen Software-Problemen kann die Sieben-Tage-Inzidenz seit zehn Tagen nicht korrekt ermittelt werden. Am Abend gab die Stadt bekannt, dass das Gesundheitsamt den Wert auf fast 1000 schätzt.

Noch immer gebe es trotz mehrerer Updates Probleme mit der Software, heißt es von der Stadt. Derzeit lägen etwa 16.000 Meldungen im Eingang der betroffenen Laborschnittstelle, was erfahrungsgemäß rund 6500 bis 7000 tatsächlichen Fällen entspreche. Täglich kommen demnach rund 2000 dieser Meldungen hinzu. Für den Zeitraum der letzten sieben Tage beläuft sich die Schätzung der tatsächlichen Fälle auf etwa 4000, die noch nicht übermittelt werden konnten. Experten des Gesundheitsamtes schätzen die tatsächliche aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz der Stadt Düsseldorf damit auf rund 950.

„Um diese Meldungen möglichst schnell zu bearbeiten, haben wir eine Priorisierung in der Fallbearbeitung im Gesundheitsamt vorgenommen“, sagt Gesundheitsdezernent Christian Zaum. Die gesetzlich nicht mehr vorgeschriebene Kontaktaufnahme der positiv getesteten Fälle werde die nächsten drei Tage temporär nur noch eingeschränkt stattfinden. Die Mitarbeiter, die in der Index- und Kontaktverfolgung arbeiteten, sollten jetzt das Team unterstützen, das die Meldefälle einträgt. „Sobald der Rückstau an Meldungen behoben ist, wird wieder eine valide Sieben-Tage-Inzidenz ausgewiesen und das System in den vorherigen Zustand zurückversetzt“, sagt Zaum. Der Rückstau an Meldungen werde voraussichtlich im Laufe dieser Woche abgearbeitet werden.

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In NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut stark gestiegen, er liegt am Montag bei 867,5 (Vortag 789,5). Negativ-Spitzenreiter ist Bonn mit einer Inzidenz von 1517,3 dahinter folgen Solingen mit 1417,8 und Remscheid mit 1376,5.

Seit dem 3. März 2020 wurde bei insgesamt 60.441 (+780) Menschen in Düsseldorf eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert. Laut Information des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) sind aktuell rund 4900 Personen in Düsseldorf infiziert, vor einem Jahr waren es 573. (Die aktuellen Zahlen des LZG sind immer auf volle Zehnerstellen gerundet.)

Von den Infizierten werden 171 (Vorjahr 140) in Krankenhäusern behandelt, davon 30 (Vorjahr 29) auf Intensivstationen. 54.900 Düsseldorfer sind inzwischen genesen. 638 (+4) Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind bisher in Düsseldorf gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 300,1 (Vortag 310,5, vor einem Jahr 91,8).

Schulen, Kitas und Altenheime Den Zahlen der Stadt zufolge sind aktuell in Altenheimen in Düsseldorf 77 Bewohner und 112 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert (Stand 24.1.). In Düsseldorfer Kitas haben sich im Januar bislang 605 Kinder, 203 Personen aus dem Betreuerstab sowie 13 weitere Personen infiziert (Stand 25.1.). An den Düsseldorfer Schulen wurden im Januar bisher 2003 Fälle bei Schülern, 108 beim Lehrpersonal sowie 21 bei weiteren Personen registriert (Stand 25.1.).

Impfzahlen Am Montag wurden in Düsseldorf 9820 Personen geimpft. Darunter sind 392 Personen, die ihre erste und 345 Personen, die ihre zweite Impfung erhalten haben. Es wurden 9083 Auffrischungsimpfungen verabreicht. Seit Impfstart sind in Düsseldorf 535.915 Menschen geimpft worden, davon haben 509.526 ihre erste und zweite Impfung erhalten. 327.817 Auffrischungsimpfungen wurden laut Stadt bislang vorgenommen.

Ansprechpartner Der erste Ansprechpartner bei akuten Erkrankungen – somit auch bei einer möglichen Corona-Infektion – ist immer der Hausarzt. Sollte ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehen, wird in der Praxis ein Test vorgenommen oder man wird an das städtische Infotelefon verweisen. Dieses steht auch für allgemeine Fragen zur Verfügung und ist montags bis samstags von 8 Uhr bis 16 Uhr zu erreichen (Fax für Hörgeschädigte: 0211 89-35674). Bei akuten Notfällen - wie beispielsweise Atemnot oder Bewusstseinsstörungen - sollte man umgehend die Feuerwehrleitstelle unter 112 anrufen.

Daten Die Stadt veröffentlicht automatisiert die Zahlen vom Dashboard des Robert-Koch-Instituts sowie des LGZ und weiterhin eigene eingepflegte Daten auf dem Corona-Portal.

(csr/kess)