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Corona Düsseldorf: Sieben-Tage-Inzidenz bei 332,5 - so hoch wie noch nie

Mehr als 900 Omikron-Fälle : Sieben-Tage-Inzidenz in Düsseldorf so hoch wie noch nie

Die Corona-Zahlen in Düsseldorf steigen nach dem Jahreswechsel deutlich an. Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 332,5 und damit so hoch wie noch nie. Noch rund sechs Prozent der Intensivbetten sind frei.

In Düsseldorf ist die Inzidenz nach dem Jahreswechsel auf ein Rekordhoch gestiegen. Am Montag meldete die Stadt 265 Neuinfektionen, insgesamt sind derzeit rund 3100 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer infiziert. 45.200 Menschen in Düsseldorf sind genesen, 596 (+1) Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind gestorben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist stark gestiegen und liegt jetzt bei 332,5 (Vortag: 311). So hoch lag der Wert seit Beginn der Pandemie noch nie. Dieser gibt die Zahl der bekannt gewordenen Infektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner an. Laut dem Robert-Koch-Institut wurden allerdings viele Fälle über die Feiertage noch gar nicht erfasst – wie hoch die Omikron-Welle deshalb tatsächlich bereits ist, ist unklar.

Mit Stand Montag wurden in Düsseldorf bislang 908 Fälle der neuen Variante B.1.1.529 festgestellt. 139 davon wurden über eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt. Für die verbleibenden 769 Fälle liegt bislang eine positive Typisierungs-PCR vor, eine Sequenzierung wurde eingeleitet.

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Ob angesichts der Zahlen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen geplant ist, wollte eine Stadtsprecherin auf Anfrage nicht kommentieren. Der Krisenstab diskutiere laufend geeignete Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern – „sollten sich daraus für die Bürgerinnen und Bürger Neuerungen ergeben, werden wir diese in geeigneter Form öffentlich machen“, so die Sprecherin. Alle Vorgaben von Bund und Land würden umgehend umgesetzt – das gelte auch für die in dieser Woche unter anderem anstehende Ministerpräsidentenrunde.

Die Lage in den Kliniken ist noch allerdings relativ entspannt: 106 Corona-Patienten wurden am Montag im Krankenhaus behandelt, 36 davon lagen auf der Intensivstation. Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zufolge sind noch rund sechs Prozent der Intensivbetten in Düsseldorf verfügbar. Der Anteil der Covid-Patienten an der Gesamtzahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt rund 14 Prozent. Von 263 Betten waren am Montag 15 frei, unter anderem das Uniklinikum und die Schön Klinik meldeten keine Kapazitäten mehr. 21 der Corona-Patienten mussten invasiv beatmet werden.

Über den Jahreswechsel waren die Impfstationen in Düsseldorf geschlossen, ab Montag sind sie wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet: Am U-Bahnhof Heine-Allee wird von montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr geimpft, am Bertha-von-Suttner-Platz montags, dienstags, mittwochs, freitags und samstags von 10 Uhr bis 18 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 22 Uhr.

Zusätzlich ist auch das Impfmobil wieder in der Stadt unterwegs: am Montag, 3. Januar, am Rewe-Markt in Lierenfeld, Reisholzer Straße 13, am Dienstag, 4. Januar, und Mittwoch, 5. Januar, auf dem Freiheitplatz in Vennhausen, am Donnerstag, 6. Januar, auf dem Hammer Dorfplatz und am Freitag, 7. Januar, an der Türkischen Gemeinde, Münsterstraße 199.

Die Impfung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht nötig. Es muss lediglich ein Personalausweis und – soweit vorhanden – der Impfpass mitgebracht werden. Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen durchgeführt, dabei werden nach Verfügbarkeit alle aktuell zugelassenen Impfstoffe angeboten. Eine Auffrischungsimpfung wird bei Personen ab 18 Jahren ab drei Monaten nach der Zweitimpfung durchgeführt.

(kess)