Maskenpflicht am Rhein verlängert Düsseldorf hebt umstrittenes Verweilverbot auf

Düsseldorf · Das bundesweit beachtete Verweilverbot am Düsseldorfer Rheinufer gilt nur noch bis Sonntagabend. Die entsprechende Allgemeinverfügung wurde am Freitag nicht verlängert. Ganz vom Tisch ist die Maßnahme aber nicht.

Das Verweilverbot am Rheinufer gilt nur noch bis einschließlich Sonntag, 14. März.

Das Verweilverbot am Rheinufer gilt nur noch bis einschließlich Sonntag, 14. März.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Die Stadt Düsseldorf setzt bei der Pandemiebekämpfung nicht mehr auf das umstrittene Verweilverbot am Rheinufer. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wurde am Freitag nicht verlängert, wie die Stadt am Nachmittag mitteilte. Damit gilt das Verbot noch bis einschließlich Sonntag.

Anders sieht es dagegen bei der verschärften Maskenpflicht in der Altstadt und am Rhein auf: Diese wurde per Allgemeinverfügung bis zum 4. April verlängert. Von 10 bis 1 Uhr gilt in der Altstadt und an der Rheinpromenade Maskenpflicht. Zudem bleiben die weiteren Maskenpflichtgebiete an der Königsallee und Schadowstraße sowie am Hauptbahnhof bestehen.

„Mit unseren Vorkehrungen möchten wir die Menschen schützen“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). Er bat der Mitteilung zufolge zudem alle Bürger Stadt sowie Gäste, trotz der Lockerungen „mit Maske und Abstand“ konsequent zu bleiben.

Die Stadt begründete die Abkehr von dem Verbot damit, dass die Maßnahme gewirkt habe. An den vergangenen beiden Wochenenden sei es nicht erneut zu „drastischen Überfüllungen in der Altstadt und am Rheinufer gekommen“. Zudem hätten sich die Besucher an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln gehalten.

Ganz vom Tisch ist die Maßnahme damit aber nicht: Die Stadt behält sich vor, auch künftig ähnlich vorzugehen. „Vorkehrungen sind immer abhängig von der jeweils geltenden Rechtslage wie der gültigen Coronaschutzverordnung sowie der jeweiligen konkreten Situation und dem Verhalten der Menschen vor Ort“, heißt es dazu.

Kostenpflichtiger Inhalt Das Verweilverbot war vor zwei Wochen eingeführt worden, nachdem sich bei frühlingshaftem Wetter Hunderttausende Menschen am Rheinufer eingefunden hatten. Freitags bis sonntags war es dadurch untersagt, am Rhein länger herumzustehen oder zu sitzen, das Spaziergehen und Radfahren blieb hingegen erlaubt. Die Maßnahme hatte bundesweit für Aufsehen und für Diskussionen gesorgt. Kostenpflichtiger Inhalt Inzwischen hat auch die Stadt Düren ein ähnliches Verbot.

(bsch/kess)