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Corona Düsseldorf: Flüchtling liegt auf Intensivstation

Unterkunft in Düsseldorf unter Quarantäne : Flüchtling liegt mit Corona auf der Intensivstation

Wie in der Vorwoche schon musste die Stadt wieder eine Flüchtlingsunterkunft unter Quarantäne stellen. Dieses Mal betrifft es Bewohner in Mörsenbroich. Eine Person liegt auf der Intensivstation.

Die Gemeinschaftseinrichtung für Flüchtlinge an der Robert-Stolz-Straße in Mörsenbroich steht mit insgesamt 140 Bewohnern unter Quarantäne. Das teilte die Stadt am Sonntagabend mit.

Sechs Bewohner der Unterkunft waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weil alle anderen Bewohner als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft werden mussten, ist für sie die häusliche Quarantäne verhängt worden. Die Betroffenen dürfen die kommenden 14 Tage die Unterkunft nicht verlassen. Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt zunächst die Versorgung der Flüchtlinge, ein Sicherheitsdienst ist vor Ort.

Die Infizierten wurden in den städtischen Quarantäneeinrichtungen untergebracht. Eine Person musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und liegt dort auf der Intensivstation. Die Feuerwehr Düsseldorf und das Amt für Migration und Integration setzten die nötigen Maßnahmen für die Durchführung der Quarantäne innerhalb kürzester Zeit um.

Am Montagmorgen wird ein Team vor Ort sein, das bei den verbliebenen Bewohnern mobile Abstriche abnehmen wird. In der vergangenene Woche wurden in einer Unterkunft an der Monschauer Straße in Heerdt fast 70 Menschen unter Quarantäne gestellt. Zuvor waren vier Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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Die Bewohner der Gemeinschaftseinrichtung reagierten mit Verständnis, dass ihre Unterkunft vergangene Woche unter Quarantäne gestellt wurde. Die Flüchtlinge werden ebenfalls von Mitarbeitern des DRK und der Stadt für zwei Wochen versorgt und betreut.

„Die Helfer stehen zum Beispiel bei der Essensausgabe auch als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Bewohner werden mit ihren Sorgen nicht alleingelassen“, sagte ein Stadtsprecher. „Begeistert waren die Menschen nicht, aber sie fügen sich ihrem Schicksal“, berichtete ein Stadtsprecher in der vergangenen Woche.