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Corona-Auflagen: Kom(m)ödchen spielt ab 1. November weiter

Landesregierung lockert Corona-Auflagen : Düsseldorfer Kom(m)ödchen nimmt Spielbetrieb zum 1. November wieder auf

Das traditionsreiche Kabaretttheater hatte den Spielbetrieb ausgesetzt, weil durch die Corona-Schutzauflagen kaum noch Zuschauer erlaubt waren. Nun hat die Landesregierung die umstrittene Passage gelockert. Es gibt aber zwei zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Das Kom(m)ödchen in Düsseldorf kann weiterspielen. Zum 1. November nimmt das traditionsreiche Kabaretttheater den Spielbetrieb wieder auf. Zu diesem Termin startet auch der Vorverkauf für die Januar-Vorstellungen. „Wir sind erleichtert und froh, denn das Wichtigste in diesen Zeiten ist für alle Kulturschaffenden der Kontakt zum Publikum“,heißt es in einer Mitteilung des Theaters. „Wir freuen uns auf unser Publikum und auf schöne Abende … mit Sicherheit!“

Theaterchef Kay Lorentz, der das 1947 von seinen Eltern Kay und Lore Lorentz gegründete Haus führt, Kostenpflichtiger Inhalt hatte sich vor rund zwei Wochen zur Schließung gezwungen gesehen. Hintergrund war eine Auflage zum Coronaschutz, die vorsah, dass Theater im Falle einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 nur noch 20 Prozent der Plätze besetzen konnten.

Das bedeutete für das Kom(m)ödchen konkret höchstens 40 Zuschauer, denn Düsseldorf liegt inzwischen weit über diesem Grenzwert bei den Neuinfektionen. Zuvor hatte das Theater zumindest rund 100 der 168 Plätze belegen dürfen. Lorentz warnte, diese Auflage sei der „Todesstoß“ für die Bühne, die die gesamte Branche stark unter der Pandemie leidet.

Der Protest wurde erhört: Nach massiver Kritik der Kulturschaffenden wurde die Auflage gekippt. Das Kom(m)ödchen kann nun mit dem Hygienekonzept weiterspielen, das auch schon in der ersten Oktoberhälfte galt. Allerdings gibt es zwei neue Sicherheitsmaßnahmen: Die Maskenpflicht gilt auch während der Aufführung. Außerdem wurden einige weitere Stühle aus dem Saal getragen, damit der Mindestabstand von 1,50 Metern noch besser gewährleistet bleibt.

Das Kom(m)ödchen, das seit 1992 von Kay Lorentz junior geführt wird, gehört zu den berühmtesten Bühnen seiner Art. Leute wie Ernst Hilbich, Thomas Freitag, Harald Schmidt, Jochen Busse und Christian Ehring gehörten dem Ensemble an, jetzt sorgen Maike Kühl, Daniel Graf, Martin Maier-Bode und Heiko Seidel für erfolgreiche Stücke. Die Auslastung des Hauses mit Programmen wie „Irgendwas mit Menschen“ und „Quickies – Schnelle Nummern zur Lage der Nation“ lag vor der Pandemie bei 98 Prozent.