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Cold-Stone-Eis in Düsseldorf: So wird das Eis am Stein zubereitet

Cold-Stone-Eis in Düsseldorf : Eis am Stein

Coldstone Ice Cream im Test

Natascha Ridder hat ein neues Konzept aus New York nach Düsseldorf-Pempelfort gebracht: Cold-Stone-Eis. Das Eis wird auf einer eiskalten Platte frisch gemischt. Wir haben es probiert.

Ein Eis, frisch vom kalten Stein? Klingt merkwürdig, ist in unserer Region bisher auch noch selten. Die Idee kommt aus den USA, und seit kurzem können dank Natascha Ridder auch die Düsseldorfer in den Genuss der Eis-Kreation kommen — in deren neuem Laden "Miss Creamy" an der Jacobistraße. Die 27-Jährige hatte das Cold-Stone-Eis bei einem Urlaub in New York zum ersten Mal probiert "und dann fast jeden Tag gegessen", erzählt sie: "Das fand ich so lecker, dass ich das unbedingt in meine Heimatstadt bringen wollte", sagt sie.

Dafür wird eine Kugel einer konventionellen Eis-Sorte wie Schokolade, Vanille oder Joghurt auf einer Marmorplatte zerdrückt. Kühlstäbe unter der Platte halten diese auf einer Temperatur von -19 Grad Celsius und sorgen dafür, dass das Eis nicht schmelzen kann. Der Kunde wählt dann aus einer Vielzahl von "Toppings" aus, wie er seine Eis-Kreation gerne haben möchte. Die Auswahl reicht von verschiedenen Beeren über Kekse, Zartbitterschokolade oder Marshmallows bis zu selbst gemachten Brownies. Vor den Augen des Kunden werden diese dann mit einem Spachtel zerkleinert, mit dem Eis vermischt, dann wieder in Form gebracht — fertig ist eine individuell kreierte Eiskugel. Gut kommt dabei auch an, dass die Becher und Löffel aus Maisstärke komplett kompostierbar sind, um die Umwelt zu schonen.

 Natascha Ridder macht in ihrer Eisdiele "Miss Creamy" im Stadtteil Pempelfort Cold-Stone-Eis nach amerikanischem Rezept.
Natascha Ridder macht in ihrer Eisdiele "Miss Creamy" im Stadtteil Pempelfort Cold-Stone-Eis nach amerikanischem Rezept. Foto: Helene Pawlitzki
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Die Resonanz ist gut: "Viele wollen auch mal etwas Anderes als die klassischen Eisdielen ausprobieren. Und das Feedback war bisher durchweg positiv", sagt die 27-Jährige, die mit dem in Deutschland unbekannten Konzept natürlich auch ein Risiko eingegangen ist. "Eigentlich bin ich eher der vorsichtige Typ", sagt Ridder. Als Jura-Studentin hätte sie mit einem guten Abschluss wahrscheinlich ein sicheres Auskommen haben können — aber kurz vor dem ersten Staatsexamen kamen ihr Zweifel: "Ich hab nach etwas gesucht, wo ich mich eher selbst verwirklichen kann. Dass ich dann so schnell einen Laden aufgemacht habe, war ziemlich spontan."

Raus aus den Hörsälen, stürzte die gebürtige Düsseldorferin sich sofort in die Planung. Kundenbetreuung, Buchhaltung — das alles war Neuland für sie. Sogar die Technik zum Herstellen der Eis-Kreationen kannte Ridder bis dahin nur vom Beobachten in den amerikanischen Läden. Unterstützung bekam sie jedoch von ihrem Mann Florian Ridder. Als sie noch keine Mitarbeiterin anstellen konnte, zog der gelernte Speditionskaufmann auch selbst die Schürze an. "Ob er wollte oder nicht — er musste einfach," sagt Ridder scherzend. Mittlerweile ist ihr im amerikanischen Vintage-Stil gehaltener Laden etabliert. Bei hohen Temperaturen stehen die Kunden mittags schon mal Schlange.

Die schrägste Kombination, die jemand je bestellt hat, ist inzwischen übrigens ihr Geheimtipp: Grüner-Apfel-Eis mit Erdnussbutter.

(RP)