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CDU-Kandidat setzt in Düsseldorf auf Thema Sicherheit

Wahlkampf in Düsseldorf : CDU-Kandidat setzt auf Thema Sicherheit

Ab Freitag, 18 Uhr, dürfen die Wahlplakate hängen. CDU, SPD und Linke haben vorab ihre Motive vorgestellt. Sie geben auch Hinweise darauf, mit welchen Themen die Parteien bei den Wählern punkten wollen.

Die Kommunalwahl rückt näher – das zeigt sich ab Freitag auch im Straßenbild. Ab 18 Uhr dürfen die Parteien ihre Plakate aufstellen. Dies ist laut Gesetz sechs Wochen vor dem Urnengang am 13. September erlaubt. Nachdem die FDP bereits am Dienstag ihre Kampagne vorgestellt hatte, zogen am Donnerstag CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Stephan Keller und die Linkspartei nach. Auch die SPD informierte über ihre erste Kampagne – SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel will am Freitag seine eigenen Plakate vorstellen.

Politisch sind die Kampagnen nicht zuletzt deshalb interessant, weil sie Hinweise darauf geben, mit welchen Themen die Kandidaten bei den Wählern punkten wollen. Das Aufstellen der Plakate gilt außerdem als wichtiger Moment, weil die anstehende Wahl dadurch deutlich stärker ins Bewusstsein der Menschen rückt. Die Übersicht:

CDU Oberbürgermeister-Kandidat Stephan Keller setzt auf das Thema Sicherheit: „150 neue Ordnungskräfte“ lautet die plakative Forderung, die er auf eines seiner Plakate schreiben lässt. Keller hatte angekündigt, die Mitarbeiterzahl des Ordnungs- und Servicediensts (OSD) zu verdoppeln. Auf Rückfrage räumte er am Donnerstag ein, dass dieses Ziel nicht leicht zu erreichen werde. Schon die bestehenden Stellen können mangels geeigneter Bewerber nicht vollständig besetzt werden. Keller will mehr Kräfte ausbilden und rekrutieren und stellt auch „ein neues Gehaltsgefüge“ in Aussicht. Die anderen vier Themen seiner Kampagne sind Kinderbetreuung, Klimaschutz, Digitalisierung und Verkehr („Staufreies Düsseldorf“). Auffallend: Das Reizthema Wohnpreise, das bei den linken Parteien ganz oben auf der Agenda steht, fehlt in der Auswahl. Keller will das nicht als Prioritätensetzung verstanden wissen. Die Motive seien nur der Auftakt der Kampagne, weitere Motive folgten – das gilt auch für die Kampagnen der anderen Parteien. Keller will eine „deutliche Wechselstimmung“ in Düsseldorf ausmachen. Hinter den Plakaten steckt die Kölner Werbeagentur Vision Company.

SPD Die Sozialdemokraten informierten am Donnerstag über die Motive, mit denen die Partei und ihre Kandidaten in den 41 Wahlkreisen werben. Amtsinhaber Thomas Geisel hat eigene Motive erarbeiten lassen. Bei der Partei-Kampagne setzt die SPD auf das Motto Nachbarschaft. Die Plakate in ungewöhnlicher 360-Grad-Optik zeigen Menschen im Mittelpunkt ihrer Lebenswelt: an Schulen, auf den Rheinwiesen, am Marktplatz. Laut der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Annika Maus sollen die Plakate Nähe und Vertrauen vermitteln. Die sechs Motive der Themenplakate drehen sich um Wohnen, Mobilität, Nachbarschaft und Stadtteile, gut leben im Alter, Schule sowie Umwelt. Die Kampagne stammt von der in Gerresheim ansässigen Agentur M28, die auch den Wahlkampf 2014 von Kreispartei und Oberbürgermeister-Kandidat Geisel begleitet hat und für die Arbeit damals mit einem „Politik-Award“ der Fachzeitschrift „Politik und Kommunikation“ ausgezeichnet wurde.

Linkspartei Die Linken um OB-Kandidat Udo Bonn setzen in ihrer Kampagne auf einen Mix aus Themen und Menschen. Die 28 Motive zeigen teils die Kandidaten für den Stadtrat im Porträt, teils die Themen, die die Partei wohl auch in den Wahlkampf bringen wird, etwa Integration, Tempo 30 in der Innenstadt, Förderung der Kunst, und bessere Bezahlungen in der Pflege. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Außerdem werden Stadtteil-Themen wie der Ausbau des Flughafens und des Reisholzer Hafens aufgegriffen. Der übergreifende Slogan lautet: „Radikal menschlich“. Es sollen jeweils ein Personen- und ein Themenplakat kombiniert werden. Die Linken greifen nicht auf eine Agentur zurück, sondern haben die Plakate selbst gestaltet.