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CDU in Düsseldorf will weniger Wohnen im Glasmacherviertel

Kommunalpolitik in Düsseldorf : CDU will weniger Wohnen im Glasmacherviertel

Die CDU will, dass die Anregungen aus dem Werkstattverfahren vor zwölf Jahren wieder Berücksichtigung für das geplante Neubauviertel finden. Die FDP kritisiert diese Entscheidung scharf.

Die FDP in der Bezirksvertretung 7 zeigt sich entsetzt darüber, dass die CDU in ihrem Wahlprogramm ankündigen würde, nur rund 600 Wohnungen statt der geplanten 1700 Wohnungen im Glasmacherviertel bauen zu lassen. Bezirksvertreter Julian Deterding erklärt: „Wir hatten zu viel Hin und Her bei diesem Thema. Das muss ein Ende haben. Es gab genügend unnötige Planänderungen, die Zeit gekostet haben.“

Im Wahlprogramm der Düsseldorfer CDU steht die Zahl 600 nicht explizit, lediglich der Satz „Die Wünsche der Anwohner im Werkstattverfahren und in der Bürgerbeteiligung gilt es zu beachten“, ist dort zu lesen. Rainer Klöpper, Fraktionssprecher der CDU in der Bezirksvertretung 7, bestätigt jedoch auf Nachfrage, dass die Partei eine Verringerung des Wohnanteils anstrebe. „Die Zeit hat sich natürlich geändert, wir brauchen neuen Wohnraum. Bei 1000 sollte aber auf jeden Fall Schluss sein“, sagt Klöpper, der ohnehin fest davon ausgeht, dass das alte Glashüttengelände noch ein weiteres Mal verkauft wird. „Somit lässt sich am meisten Geld verdienen. Den letzten beißen dann die Hunde, der muss bauen.“

Deterding kann die Absicht der CDU dennoch nicht nachvollziehen. „Man hat einen Masterplan beschlossen, und den gilt es jetzt konsequent umzusetzen.“ Es gehe um 1700 Wohnungen, davon 800 preisgedämpft und gefördert. Sich jetzt wieder auf ein Verfahren von vor zwölf Jahren zu beziehen, sei ein Schlag ins Gesicht aller Wohnungssuchenden, aber insbesondere für die Geschäftsleute an der Heyestraße, die nicht mehr länger auf zähe Umplanungen, neue Gutachten und mögliche Rechtsstreitigkeiten mit dem Investor warten könnten.