Oberbürgermeisterwahl: CDU-Bewerber Elbers in RP-Umfrage vorn

Oberbürgermeisterwahl : CDU-Bewerber Elbers in RP-Umfrage vorn

Wenn am Sonntag das Stadtoberhaupt gewählt würde, bekäme Dirk Elbers (CDU) 44 Prozent, Karin Kortmann (SPD) 30 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Rheinischen Post, von center.tv und Antenne Düsseldorf.

Nachdem nun feststeht, mit wem die beiden großen Parteien, CDU und SPD, am 31. August um die Nachfolge des verstorbenen Oberbürgermeisters Joachim Erwin (CDU) antreten, haben wir die Bürger gefragt, wen sie wählen würden, wenn am Sonntag OB-Wahl wäre. Im Auftrag der Rheinischen Post, von center.tv und Antenne hat das Emnid-Institut vergangenen Mittwoch und Donnerstag 503 Wahlberechtigte dazu repräsentativ befragt. Demnach läge der CDU-Kandidat Dirk Elbers klar vorn. 44 Prozent der Befragten stimmen für ihn. Karin Kortmann, Spitzenkandidatin der SPD, würde 30 Prozent der Stimmen bekommen.

"Keine Chance”

"Die SPD-Kandidatin hätte somit zum jetzigen Zeitpunkt keine Chance”, sagt Torsten Schneider-Haase, bei Emnid zuständig für Politik- und Sozialforschung. Besonders starken Zuspruch bekommt Elbers im Vergleich zu Kortmann mit 47 Prozent von Männern (Kortmann 26 Prozent), in den Altersgruppen der 45- bis 64-Jährigen und der über 65-Jährigen mit 47 bzw. 53 Prozent (Kortmann 30 bzw. 21 Prozent) sowie bei den Wählern mit mittlerem Bildungsabschluss: Sie würden mit 56 Prozent für Elbers stimmen (Kortmann: 23 Prozent). Bei den Befragten mit hohem Bildungsgrad (Abitur/Universität) liegt Kortmann bei der Sonntagsfrage mit Elbers gleichauf (beide 37 Prozent), bei den 16- bis 24-Jährigen mit 36 Prozent sogar vor ihm (Elbers: 31 Prozent).

Bemerkenswert sind die Ergebnisse bei der Frage nach der Bekanntheit. Denn dort herrscht Gleichstand: 47 Prozent der Befragten kennen Dirk Elbers. Das heißt aber auch, 53 Prozent kennen ihn nicht. 46 Prozent kennen Karin Kortmann, 54 Prozent kennen sie nicht.

Dieser Gleichstand ist erstaunlich, da Elbers als Erster Bürgermeister und CDU-Fraktionschef sowohl auf repräsentativen Terminen als auch auf der politischen Bühne in Düsseldorf stark präsent ist. Kortmann lebt zwar in Düsseldorf, hat ihren Bundestagswahlkreis im Süden der Stadt und ist seit einem Jahr auch an der Spitze der SPD. Die 48-Jährige war seit 2005 als Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium jedoch vor allem viel im Ausland unterwegs. "Die Bürger nehmen sie aber offenbar doch stark wahr”, sagt Schneider-Haase. Allerdings kennen 39 Prozent der Befragten keinen von beiden. Bei dieser Frage hat Kortmann sogar in mehreren Bereichen die Nase vorn: Bei sehr jungen und sehr alten Wählern ist Kortmann bekannter (16- bis 24-Jährige 28 Prozent, Elbers 23 Prozent; über 65-Jährige 58 Prozent, Elbers 57 Prozent). Bei den Frauen sind beide mit 42 Prozent gleichermaßen bekannt.

Die Umfrage zeigt auch, dass sich die SPD mit Kortmann für die richtige Kandidatin entschieden hat. Denn SPD-Fraktionschef Günter Wurm schneidet durchweg schlechter ab als sie: Nur 31 Prozent der Befragten kennen Wurm, wäre er gegen den CDU-Kandidaten angetreten, hätten nur 23 Prozent der Befragten für ihn und 48 Prozent für Elbers gestimmt.

Den Vergleich mit dem verstorbenen OB Joachim Erwin braucht Elbers nicht zu scheuen: Erwin holte holte beim ersten Mal, 1999, im ersten Wahlgang 46,4 Prozent und musste gegen Marlies Smeets (SPD) in die Stichwahl, aus der er mit 50,2 Prozent als Sieger hervorging. 2004 holte Erwin auf Anhieb 53,1 Prozent. Mit der neuen Gemeindeordnung wurde sie Stichwahl 2007 abgeschafft. CDU und FDP auf der einen Seite, SPD und Grüne auf der anderen versuchen deshalb, sich auf gemeinsame Kandidaten zu einigen. Denisa Richters

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Dirk Elbers

(RP)