Name und nachricht: Carsten Heinrichs

Name und nachricht: Carsten Heinrichs

Die Hoffnung ist groß bei den Einzelhändlern, dass sich die Gesetzeslage bald ändert beim Thema verkaufsoffene Sonntage. Geschäftsleute wie Carsten Heinrichs setzen auf das zweite Halbjahr - bis dahin ist man vorsichtig. Zu tief hatte die kurzfristige Absage der Sonntagsöffnung Anfang Dezember viele Händler getroffen, die Gemeinschaft Loretto 360 Grad schrieb Anfang Januar sogar einen Brandbrief an Ministerpräsident Armin Laschet mit der Bitte um baldige Klarheit.

Jetzt hat Carsten Heinrichs eine Antwort bekommen vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. "Souverän hat Andreas Pinkwart auf unsere Sorgen reagiert", findet Heinrichs, der vor acht Jahren den Vintage-Laden "Jacke wie Hose" an der Bilker Allee eröffnet hat. Der Minister macht Heinrichs und seinen Kollegen sogar Mut, "ich hoffe, dass wir bereits im April ein neues Ladenöffnungsgesetz haben werden", schreibt er.

Für Carsten Heinrichs längst überfällig, der in seinem Geschäft Secondhand-Ware aus den 60ern, 70ern und 80ern verkauft, vor allem Marken wie Dior, Montana oder Versace, die er in München einkauft. Dort ist sein Wohnsitz, von dienstags bis donnerstags ist er in Düsseldorf. Ohne die Unterstützung seiner Eltern würde das "Jacke wie Hose" nicht laufen, weiß der 51-Jährige, der im Möbel-Einzelhandel eine Ausbildung gemacht, an der Fachhochschule Düsseldorf Architektur studiert und später bei einer Airline gearbeitet hat.

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Gerne würde Heinrichs ganz nach Düsseldorf ziehen, schwierig sei aber die Suche nach einem Mehrgenerationenhaus für sich und seine Eltern, sagt Heinrichs, der deshalb ein Kämpfer ist, "weil ich ein mündiger Bürger bin." Nicole Kampe

(RP)