Caritas-Pflegekräfte kommen mit dem Rad zu Patienten in Düsseldorf

Autos wurden abgeschafft : Caritas-Pflegekräfte kommen mit dem Rad zu Patienten

Der Wohlfahrtsverband hat die Autos für ambulante Pflegekräfte fast alle abgeschafft. Das gefällt nicht allen Mitarbeitern.

Die Caritas schickt ihre Pflegekräfte neuerdings per Fahrrad zu Patienten, die zu Hause gepflegt werden. Alternativ bewegen sich die 30 Mitarbeiter zu Fuß – es gibt nur noch ein Auto an jedem der vier Standorte, von denen aus die Pflegekräfte aufbrechen. Die Caritas sieht in dem Schritt eine Kostenersparnis und auch einen Beitrag zum Umweltschutz, einige Mitarbeiter beklagen dem Vernehmen nach aber, zusätzlich zum körperlich anstrengenden Job nun die Fortbewegung aus eigener Kraft leisten zu müssen.

Die Caritas hatte sich im Frühjahr aus dem Pflegedienst für Düsseldorf zu großen Teilen zurückgezogen und begründete das mit wirtschaftlichen Problemen. Rund 100 Patienten wurden an andere Anbieter vermittelt. Der katholische Sozialverband pflegt nur noch ambulant im engen Umkreis um eigene Pflegeheime und betreutes Wohnen (Wersten, Bilk, Flingern und Lörick). Die Haushalte befinden sich jeweils in einem Radius von rund einem Kilometer um die Einrichtungen.

In diesem Zug wurde auch die Fortbewegung neu organisiert, wie Caritas-Sprecherin Stephanie Agethen bestätigt. Autos wurden abgeschafft, Fahrräder gekauft. Das Zweirad scheint sich aber nicht durchzusetzen. „Aktuell werden die täglichen Touren so optimiert, dass zukünftig die Patienten der Caritas-Pflegestation von unseren Mitarbeitenden ausschließlich zu Fuß erreichbar sind“, teilt Agethen mit. „Im Einzelfall oder auf Wunsch der Mitarbeitenden“ könne ein Fahrrad genutzt werden.

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