Düsseldorf: BV will wieder eine Kinderklinik in Gerresheim

Düsseldorf : BV will wieder eine Kinderklinik in Gerresheim

Die Versorgung für kranke Kinder soll besser werden. Der Chef der Sana-Klinik will prüfen, "was machbar ist."

Die Sana-Klinik prüft, eine Kinderklinik im Krankenhaus einzurichten und damit das Schließen der Station vor einigen Jahren rückgängig zu machen. Sie geht damit auf eine Forderung ein, die die alte Bezirksvertretung kurz vor der Wahl bereits aufgestellt hatte. "Wenn städtische Gremien Wünsche für eine gute Versorgung der Kranken haben, gehen wir gerne darauf ein und prüfen, was machbar ist", sagte der Geschäftsführer der Sana-Kliniken, Christian Engler, bei einer Diskussion in der Bezirksvertretung.

Die Politiker hatten sich für eine Kinderklinik stark gemacht, weil im Düsseldorfer Osten dieses spezielle Angebot fehlt. Eltern sind gezwungen, in kritischen Situationen mit ihren Kindern zu weit entfernten Krankenhäusern, etwa zur Uni-Klinik, zum Evangelischen Krankenhaus oder zum Florence-Nightingale-Krankenhaus in Kaiserswerth, zu fahren. Das ist für die Eltern sehr belastend, so die Politiker.

Sie können es nicht nachvollziehen, dass vor einigen Jahren die Kinderklinik im Gerresheimer Krankenhaus aus Kostengründen geschlossen wurde. Dadurch seine empfindliche Lücke in der Versorgung kleiner Patienten im Osten von Düsseldorf sowie in Mettmann und Erkrath entstanden. Eltern sei es unbegreiflich, dass ein großes Krankenhaus mit einem kinderneurologischen Zentrum und mit einer gynäkologischen Klinik keine Kinder behandeln würde.

Gerade die Gynäkologie und die Geburtsstation sind nach Meinung der Politiker ein weiterer Grund, eine Kinderklinik einzurichten. Denn bei Komplikationen bei einer Geburt sei es wichtig, dass die Neugeborenen direkt am Ort von Kinderfachärzten behandelt werden könnten. Engler sieht in der heutigen Situation allerdings kein Problem: "Bei Komplikationen können die Neugeborenen schnell und mit speziellen Rettungswagen in eine der Kinderkliniken von Düsseldorf gebracht und dort behandelt werden." Die Politiker dagegen sehen darin unnötige Erschwernisse, die vor allem die Eltern belasten würden. Sie müssten immer weite Wege in Kauf nehmen, um bei ihren Kindern zu sein.

(RP)
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