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Düsseldorf: Bunte Bänke für Schadowplatz kommen bei vielen gut an

Düsseldorf : Bunte Bänke für Schadowplatz kommen bei vielen gut an

So viel Einigkeit ist bei den Politikern im Rathaus selten: Für die Pläne der Stadt, auf dem Schadowplatz nach dem Vorbild des Wiener Museumsquartiers für die Übergangszeit von ein bis zwei Jahren bunte Sitzmöbel des Modells "Enzi" aufzustellen, gibt es parteiübergreifend positive Reaktionen.

"Ich finde die Idee klasse", sagt Clara Deilmann (Grüne). Diese flexible Lösung ermögliche Experimente. Oft sei Stadtmöblierung zu langweilig, diese Bänke sorgten für Spannung und passten gut zur Kulturstadt Düsseldorf. "Ich wünsche mir, dass es im Düsseldorfer Rathaus öfter mal den Mut gibt, etwas auszuprobieren."

Acht solcher Sitzelemente — Stückpreis inklusive Montage etwa 1600 Euro — will die Stadt bestellen. Sie sollen so lange stehenbleiben, bis nach dem Start der Wehrhahn-Linie die Straßenbahnen nicht mehr durch den Bereich fahren und der Platz endgültig mit fest montierten Bänken ausgestattet werden kann. Die "Enzis" können mit Sand oder Wasser gefüllt, damit 300 Kilo schwer und vor Diebstahl geschützt werden. Man kann sie aber auch auf dem Platz verschieben oder andernorts verwenden.

"Ich finde sie für den Übergang sehr witzig", sagt FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus. Er schließt nicht aus, dass die Düsseldorfer die Sitzmöbel nach der Testphase behalten wollen. "Ein schönes Projekt", sagt CDU-Planungsexperte Alexander Fils. Er kennt sie aus Wien, wo sie "sehr gut angenommen" werden. Für Markus Raub, Chef der SPD-Ratsfraktion, spielt es keine Rolle, wie die Sitzgelegenheiten aussehen. "Hauptsache, es gibt welche." Er ist erstaunt, dass dies nun doch für die Übergangszeit möglich ist. Zuvor sei vom Rathaus das Gegenteil behauptet worden. Auch die Bürger diskutieren über die Bänke.

Christa Sylla moniert, sie seien nur für die Jugend, ohne Rückenlehnen und Armstützen für ältere Bürger nicht geeignet. Andere, wie Volker Neupert, sind begeistert: "Die Sitzelemente aus Wien sind klasse, da saß ich vor drei Jahren selber drauf und freute mich an den Eindrücken der zuvor genossenen Ausstellung."

(RP)