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Bund fördert grüne Welle für die Rheinbahn in Düsseldorf

Geld für Düsseldorf : Bund fördert grüne Welle für die Rheinbahn

240 Ampeln sollen „Infrarot-Baken“ erhalten, damit Bus und Bahn schneller vorankommen

Die Rheinbahn arbeitet mit der Stadt seit Jahren daran, dass Bus und Bahn schneller durch Düsseldorf kommen. Neben eigenen Gleiskörpern, auf denen es rasch vorangeht, ist ein zügiges Passieren von Kreuzungen besonders wichtig. Von 2015 bis 2019 wurden zur Beschleunigung von Bus und Bahn rund 160 der 400 Ampelanlagen, die von Rheinbahnfahrzeugen angefahren werden, auf Vorrang für den ÖPNV umgerüstet. Jetzt sollen alle übrigen Ampeln angepackt werden. Gute Nachricht: Dafür gibt es Fördermittel vom Bund.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die ausstehenden Maßnahmen. Die Ausstattung der Ampeln mit intelligenter Steuerung wird mit 413.405 Euro unterstützt. Den entsprechenden Förderbescheid nahm die Rheinbahn mit Vertretern der Stadt Düsseldorf im Dezember in Berlin entgegen. Die Landeshauptstadt erhält insgesamt rund 7,8 Millionen Euro vom Bund für die Digitalisierung kommunaler Verkehrsmittel.

Die Rheinbahn installiert mit dem Geld Infrarot-Baken an 240 Ampelanlagen. Diese Baken geben allen Bussen und Bahnen beim Vorbeifahren ein Signal, damit sie sich bei der Ampel „anmelden“. Diese schaltet dann auf Grün, die Fahrzeuge können ohne Halt weiterfahren.

Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender  der Rheinbahn, freut sich über die Förderung des Verkehrsministeriums. Mit der Stadt Düsseldorf arbeite das Nahverkehrsunternehmen kontinuierlich daran, die Ampelanlagen zu beschleunigen, „damit unsere Fahrzeuge weniger Zeit verlieren und unsere Fahrgäste zuverlässig und pünktlich an ihr Ziel kommen“. Für Oberbürgermeister Thomas Geisel hat „emissionsarme, umweltfreundliche und effiziente Mobilität bei uns in Düsseldorf höchste Priorität“. Die Digitalisierung, die eine grüne Welle für Bus und Bahn an Kreuzungen ermöglicht, sei dafür ein gutes Beispiel. Dabei sei jede Unterstützung aus Berlin willkommen.

Besonders fiel die Beschleunigung der Wehrhahnlinie auf. Die Bahnen tauchen aus dem Tunnel auf und müssen an der Kreuzung Worringer Straße nur noch sehr selten warten. Meist können sie zur Haltestelle S-Bahnhof Wehrhahn weiterfahren. Neben der Digitalisierung helfen Schraffuren des Schienenbereichs vor Kreuzungen, um die Bahnen nicht hinter Rückstaus stehen zu lassen. Erfolgreich wurde dies etwa an der Kreuzung Flurstraße/Dorotheenstraße umgesetzt.