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Bürgerstiftung Düsseldorf bittet um Spenden für Alte und Arme

Aufruf in Düsseldorf : Bürgerstiftung bittet um Spenden für Alte und Arme

In der Weihnachtszeit sammelt die Bürgerstiftung unter dem Motto „Düsseldorf setzt ein Zeichen“ für Bedürftige. Diese Hilfe ist jetzt in der Corona-Krise wieder gefragt – es geht um Essen für alte und arme Menschen.

Die Düsseldorfer Tafeln haben ihre Ausgabestellen mindestens bis zum 19. April geschlossen. Das trifft die Armen, Alten und Obdachlosen. Die Bürgerstiftung hat am Dienstag einen Sonderfonds von 50.000 Euro aufgelegt, um zu helfen. „Das Geld ist schon komplett abgerufen“, sagt Vorstandschefin Sabine Tüllmann. 

Jetzt soll gesammelt werden. „Wir würden uns sehr freuen, wenn die Düsseldorfer solidarisch sind und für diesen Sonderfonds spenden würden. Wir glauben, dass wir über den 19. April hinaus helfen müssen.“

 Es profitieren vor allem Senioren, die jetzt nicht mehr für fünf Euro im Zentrum plus essen gehen können, weil diese gesperrt sind. Der Lieferdienst kostet aber zehn Euro – die Differenz wird aus dem Sonderfonds finanziert. Tüllmann appelliert an die Senioren: „Bitte bleiben Sie zuhause, Ihnen wird Essen gebracht.“

Zudem wird dem Verein Flingern mobil geholfen, in dessen Laden es preiswert Lebensmittel gibt. Auch Fiftyfifty und die Franzfreunde, die sich um die Versorgung von Wohnungslosen kümmern, erhalten Mittel aus dem Sonderfonds.

Die Bürgerstiftung erwirbt außerdem en gros bei Aldi, Lidl und Penny Einkaufsgutscheine über 25 Euro pro Stück und verteilt sie an Bedürftige. Die Discounter haben die Regeln für die Bürgerstiftung geändert: Normalerweise kaufen die Ehrenamtler in den jeweiligen Filialen maximal fünf Gutscheine. Dies ist nun anders: Die Gutscheine können jeweils zentral an einer Stelle durch die Stiftung erworben werden – in unbegrenzter Höhe. „Wir danken dafür, das ging schnell und unkompliziert“, sagt Tüllmann.