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Bürgerhaus Reisholz in Düsseldorf: 40 Jahre Kultur und Begegnung

Bürgerhaus in Düsseldorf-Reisholz : 40 Jahre Kultur und Begegnung

Das Bürgerhaus Reisholz ist mit seinen vielfältigen Veranstaltungen seit 1982 ein beliebter Treffpunkt im Stadtteil. Viele erwarten ein solches Angebot gar nicht.

Manchmal sind die Menschen aus der Nachbarschaft überrascht, wenn sie ins Bürgerhaus Reisholz kommen. In unmittelbarer Nähe zu ihrem Wohnort haben sie ein solches Angebot gar nicht erwartet. Hier spielen Bands, man kann tanzen, ins Kindertheater gehen, Kurse oder die Schallplattenbörse besuchen. Auch ein Kaffeeklatsch ist im Angebot und bei der Hof-Kultur gibt es Livemusik unter freiem Himmel und Leckereien vom Grill. Die Leiterin des Bürgerhauses, Petra Lenhard, kennt diese Momente, wenn Gäste zum ersten Mal da sind. Sie arbeitet seit 33 Jahren hier. „Wir sind ein Bürgerhaus für alle Generationen. Unser Schwerpunkt sind Veranstaltungen, soziale Gruppenarbeit und wir vermieten auch Räumlichkeiten.“ Die Vielfalt sei besonders: „Wir hatten bayerische Abende, türkische und spanische und Punk-Konzerte. Das Spektrum ist sehr breit und für alle Altersgruppen ist etwas dabei.”

Seit 1982 ist das Bürgerhaus im Industriestadtteil Reisholz in einem ehemaligen, baulich erweiterten Kinosaal aus der Zeit um die Jahrhundertwende beheimatet. „Es war mal ein Tanzsaal der Kolpingfamilie, dann war es ein Stadtteilkino“, erzählt die Leiterin. Nach längerem Leerstand entstand aus einer Initiative verschiedener Vereine die Idee zu einem Bürgerhaus, die die Stadt umsetzte. Neben dem Saal gehörten später moderne Anbauten hinzu, die in den 1980er-Jahren entstanden. Dort sind Büros sowie ein Café, das auch für Ausstellungen, Kleinkunst-Veranstaltungen sowie kinderpädagogische Angebote genutzt wird, untergebracht. Es gibt ein festes Team von fünf hauptamtlichen Kollegen, außerdem Honorarkräfte, die sich um alle Angebote kümmern. Unterstützung kommt darüber hinaus vom Freundeskreis Bürgerhaus Reisholz.

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Das Bürgerhaus entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem Stadtteilzentrum mit Aktivitäten in den Bereichen Kultur und Begegnung, Bildung und Soziales sowie Freizeit und Unterhaltung. Zu den ältesten Veranstaltungen zählt das Jazz-Frühstück. Feste Größen sind darüber hinaus etwa das Café Kult, die Jazz-Bar und das Kindertheater.

Leiterin Lenhard hat hier Kinder groß werden sehen, die früher in die Kinderwerkstatt kamen und jetzt als Honorarkräfte oder im Bundesfreiwilligendienst im Bürgerhaus tätig sind. „Ich sehe auch ehemalige Jugendliche, die dann anfragen, ob sie den Saal für eine Hochzeit mieten können“, sagt sie. Bis heute gibt es im Stadtteil Kooperationen mit sozialen Einrichtungen, Vereinen, Schulen und Initiativen.

„Wir wollen die Lebensqualität für die Menschen hier verbessern“, beschreibt Lenhard das Konzept. Als am 8. Mai 1982 das Bürgerhaus Reisholz seine Türen öffnete, war es das zweite von heute acht in Düsseldorf. Das breite Programm lockt inzwischen auch Interessierte über den Stadtteil hinaus an. Zu einem besonderen Treffpunkt entwickelte sich das Angebot der Hof-Kultur. „Dieses findet wieder am 23. Juni das erste Mal mit dem Duo Leger statt”, sagt Lenhard. Dann wird vor dem Bürgerhaus Musik gemacht, die Leute sitzen zusammen und manche tanzen auch.

Los geht es nach den Corona-Einschränkungen auch wieder mit den Märkten und Börsen, zu denen beispielsweise der Trödel- und Kindersachenmarkt zählen. Ein Sommerferienprogramm für Kinder von sechs bis zwölf Jahren ist ebenfalls wieder im Angebot. Und auch das aktuelle Jubiläum soll ein Grund zum Feiern sein. Am 2. September steht daher bei einem Sommerfest alles im Zeichen des 40-jährigen Bestehens. „Das wird ein Fest für alle, die hier gerne herkommen”, sagt die Leiterin.