Forum befürwortet Kulturzentrum: Bürgerbegehren gegen Kö-Bogen gefordert

Forum befürwortet Kulturzentrum : Bürgerbegehren gegen Kö-Bogen gefordert

Ohne Bürgerbegehren sind die Neubauten für den Kö-Bogen nicht zu stoppen. Deshalb müssen schnell Unterschriften gesammelt werden. Die Forderung von Zuhörern des Forums Kö-Bogen, das das Vorgehen der Stadtverwaltung kritisiert, fand großen Beifall. "Es reicht nicht, über die Nachteile der Pläne für die Innenstadt zu reden und Alternativen zu fordern, wenn die Stadtspitze darauf nicht reagiert", meinte eine Besucherin.

Jochen Kuhn von der Initiative kündigte daraufhin an, dass das Forum diese Möglichkeit noch einmal in Betracht ziehen wolle. Bisher hätten die Initiatoren des Forums - die Architektenkammer NRW, mehrere Architektenverbände, der Verkehrssclub Deutschland sowie Grüne und SPD - darauf gesetzt, durch ihre Argumente ein Einlenken der Stadtplaner und der Mehrheitsfraktionen erreichen zu können, erklärte Kuhn.

Zu diesen Argumenten zählt die Befürchtung, dass durch die Bürobauten auf dem heutigen Jan-Wellem-Platz das Viertel abends wie ausgestorben sei. Sinnvoller sei ein kulturelles Zentrum, das den Bogen zwischen Kulturinstituten wie K20 und Opernhaus einerseits und Theatermuseum und Schauspielhaus andererseits schlägt. "Die Oper wünscht sich zum Beispiel ein kleine zusätzliche Bühne für experimentelle Werke", sagte Bruno Braun, Vorsitzender des BDA. Ein Literaturhaus fehle in Düsseldorf ebenso wie Ausstellungsräume für moderne Architektur. Das Zentrum könne zudem gemischt werden mit Galerien, Modegeschäften, Restaurants und einer Kleinkunstbühne. "Ein buntes, vielfältige Kulturzentrum würde die City beleben", meinte Braun.

Kulturzentrum Luzern als Vorbild

Ein Vorbild könne das Kulturzentrum in Luzern sein, das aufgrund einer breiten Bürgerbefragung konzipiert worden sei, berichtete der Züricher Künstler Eduard Brunner. "Die verschiedenen Möglichkeiten sollten unideologisch diskutiert werden", meinte auch Makler Wulff Aengevelt. Düsseldorf könne es wirtschaftlich verkraften, wenn dort kein Bürohaus gebaut werde.

(RP)
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