Düsseldorf: Bürger wollen mehr Licht auf ihren Straßen

Düsseldorf : Bürger wollen mehr Licht auf ihren Straßen

Die Gaslaternen auf der Hartwichstraße in Niederkassel glimmen nur vor sich hin. Eine Verbesserung ist nicht in Sicht.

Die Tage werden länger, das Problem erst einmal kleiner. Dennoch bleiben die Anwohner in Niederkassel beim Thema Beleuchtung hartnäckig und kritisieren die Stadt dafür, es mit der Wartung der Gaslaternen nicht so genau zu nehmen. So ärgert sich Klaus Meyer-Efland darüber, dass die Stadt die Bewohner an der Hartwichstraße im Dunkeln sitzen ließe: "Was soll das Dimmen der Gaslaternen bis zum Abdunkeln? Ist es Willkür oder soll gespart werden?". Meyer-Efland sieht auch die Sicherheit vieler Bürger im Stadtteil gefährdet: Da die Laternen nur leicht rosa glimmten, könnten viele Menschen Stolperfallen auf den Gehsteigen nicht erkennen. Dass man sich Taschenlampen anschaffen müsse, um zum Beispiel abends sicher nach Hause zu kommen, sei nicht nachvollziehbar. "Wenn man sich nicht um alles kümmert, macht die Politik mit den Bürgern, was sie will", meint Meyer-Efland.

Die linksrheinischen Bezirksvertreter hatten sich des Themas angenommen und die Stadtverwaltung um Auskunft darüber gebeten, wie sie den Erhalt und auch die Verbesserung der Gaslaternen sicherstellen wolle. Die Stellungnahme der Verwaltung dazu: "Es werden die üblichen Wartungszyklen eingehalten, insofern sei keine Verbesserung der Lichtstärke zu erreichen." Zudem wollten die Stadtteilpolitiker wissen, ob es konkrete Pläne gebe, die Gaslaternen gegen andere Modelle, zum Beispiel LED-Leuchten, auszutauschen. Dazu hieß es dann, dass es solche Pläne nicht gebe. Es sei beabsichtigt, den Masterplan Straßenbeleuchtung 2010-2015 für weitere fünf Jahre fortzuschreiben. Dabei sollten die notwendigen Anpassungen und Investitionen für die städtische Beleuchtung dargestellt und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Eine konkrete Antwort zur Umrüstung von Gas auf Elektrizität gab es ebenfalls nicht. Nur, dass derzeit externe Experten damit beschäftigt seien, mögliche Kriterien zu diskutieren, in welchen Teilen des Stadtbezirks die historische Gasbeleuchtung erhalten werden sollten. Dabei solle auch der Denkmalschutz und die Erhaltenssatzung für einige Straßenzüge berücksichtigt werden. Dennoch sind schon einige Gaslaternen zwischen 2010 und 2015 an 163 Standorten durch elektrische Lampen ersetzt worden. Das geschah immer dann, wenn baulich im Straßenraum etwas geändert wurde oder wenn Gasanlagen erneuert werden mussten.

Bereits seit vergangenem Herbst klagen Bürger über die schlecht beleuchteten Straßen in ihren Vierteln. Nicht nur, weil sie sich mit Taschenlampen ihren Weg suchen müssten, sondern auch, weil dunkle Straßen geradezu eine Einladung für Einbrecher darstellten. Die Stadt hatte im Linksrheinischen einen Versuch mit modernen Glühstrümpfen gestartet, die nicht wie ihre haltbaren Vorgänger das radioaktive Metall Thorium enthielten. Dabei wurde festgestellt, dass sie häufiger defekt sind und öfter ausgetauscht werden müssen.

(RP)