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Düsseldorf: Bürger beschweren sich über Winterdienste

Düsseldorf : Bürger beschweren sich über Winterdienste

Die Auswirkungen der starken Schneefälle im Dezember beschäftigen weiter die Ratsgremien. Dem Anregungs- und Beschwerdeausschuss liegen sechs Anträge vor, die Bürger gestellt haben. Sie kritisieren hauptsächlich den städtischen Winterdienst, aber auch Privatleute wegen wegen unzureichend vom Schnee geräumter Straßen und Bürgersteige. Auf die Tagesordnung der heutigen Sitzung hat es nur ein Antrag geschafft.

Jost Jetschmann (73) aus Gerresheim bemängelt, dass Hauseigentümer ihrer Pflicht, Gehwege von Schnee und Eis zu räumen, nicht nachkommen, und die Stadt dies nicht kontrolliere. Die Überwachung durch das Umweltamt sei inakzeptabel. Er verstehe nicht, weshalb es der Verwaltung möglich ist, Falschparker zu belangen und sogar Autos abzuschleppen, aber sie nicht entschieden gegen Bürger vorgehe, die ihre Mitmenschen so großen Gefahren aussetzten. Jetschmann hatte sich nach eigenem Bekunden zunächst an Ratsfraktionen gewandt.

Auf eine Reaktion wartet er heute noch. Schließlich schrieb er Oberbürgermeister Dirk Elbers. In dessen Namen antwortete Umweltamtsleiter Werner Görtz. Es werde immer wieder vorkommen, dass Eigentümer nicht Schnee schüppen. Wenn solche Fälle gemeldet würden, würden diese kontaktiert. 550 Schreiben, in denen Bürger aufgefordert werden, ihrer Räum- und Streupflicht nachzukommen, seien verschickt worden.

Der Amtsleiter verwies auch darauf, dass man "anegsichts derart besonderer Witterungsverhältnisse auf die Besonnenheit und gegenseitige Toleranz und Hilfe aller angewiesen" ist. Weil Jetschmann mit dieser Antwort nicht zufrieden ist, hat er den Anregungs- und Beschwerdeausschuss angerufen. "Ich habe nicht den Eindruck, dass etwas unternommen wird, um den Fußgängern zu helfen."

Die Stadt will bei Wetterlagen wie im Dezember künftig einen städtischen Krisenstab einberufen. Er soll den Einsatz der verschiedenen Ämter und Betriebe koordinieren. Das Ziel: Straßen, Fußgängerzonen und Haltestellen sollen besser als zuletzt von Schnee und Eis befreit werden. Die Einsätze verschiedener Ämter seien unkoordiniert gewesen.

(RP)