Bündnis protestiert für mehr Mieterrechte in Düsseldorf

Zu wenige bezahlbare Wohnungen : Bündnis protestiert für mehr Mieterrechte

Das Bündnis „Wir wollen wohnen“ sammelt Unterschriften, um gegen eine Verschlechterung der Mieterrechte in NRW zu protestieren. Am Mittwoch schlugen sie dazu auf dem Heine-Platz ihre Zelte auf - im wahrsten Sinne.

Mit einer Aktion auf dem Heinrich-Heine-Platz hat sich das Düsseldorfer Bündnis „Wir wollen wohnen“ am Mittwoch für bessere Mieterrechte eingesetzt und gegen drohende Verschlechterungen für Mieter in Nordrhein-Westfalen protestiert. „Statt ausreichend zu bauen, plant die Landesregierung, wichtige Regelungen zum Schutz der Mieterinnen und Mieter zu streichen“, lautet der Vorwurf des Bündnisses: Schon jetzt fehlten allein in der Landeshauptstadt rund 44.000 bezahlbare Wohnungen.

Den Düsseldorfer Mieterinnen und Mietern droht demnach unter anderem, dass die Mietpreisbremse bei Neuvermietung einer Wohnung fällt, dass Mieten auch bei bestehenden Mietverhältnissen stärker steigen dürfen und dass die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentum künftig erleichtert wird. All das in einer Situation, in der ohnehin schon viele Menschen unter den hohen Mieten ächzen: „Rund 45 bis 50 Prozent der Düsseldorfer müssen mehr als 30 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für ihre Wohnung ausgeben“, sagt Bündnissprecher Hans-Jochem Witzke, der auch Vorsitzender des Mieterbundes NRW ist. Gerade für Familien sei das oft belastend.

Um den Forderungen nach stärkeren Mieterrechten Nachdruck zu verleihen, wurde eine Online-Petition gestartet. Daran haben sich bereits 12.000 Menschen beteiligt – mindestens ebenso viele haben Witzke zufolge bei klassischen Unterschriftensammlungen vor Ort unterschrieben. Zu dem Bündnis gehören der Deutsche Mieterbund, DGB, Diakonie, Caritas, Der Paritätische, Sozialverband Deutschland, Sozialverband VdK und Arbeiterwohlfahrt.

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