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Polizei sucht Mann wegen versuchten Mordes: Brutaler Freier - Prostituierte beinahe getötet

Polizei sucht Mann wegen versuchten Mordes : Brutaler Freier - Prostituierte beinahe getötet

Düsseldorf (dto). Die Nummer ihres Zimmers muss schicksalhaft sein. Als am frühen Sonntagmorgen im Bordell "Hinter dem Bahndamm" ein Freier gegen die Tür mit der Nummer 13 klopfte, wusste die 40-jährige Spanierin noch nicht, dass sie nach dem Geschäft nur knapp dem Tod entrinnen wird. Ein bislang unbekannter Mann hat am Sonntag eine Prostituierte erst bezahlt, dann ihre Dienste in Anspruch genommen und anschließend versucht, sie zu töten. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem heimtückischen Mordversuch aus und haben für Hinweise zur Ergreifung der Tat 1.500 Euro ausgeschrieben.

Alles soll ganz normal gelaufen sein am frühen Sonntagmorgen im Bordell "Hinter dem Bahndamm". Viele Kunden sollen die Damen gehabt haben, so sagen es die ermittelnden Beamten. Auch bei der 40-jährigen Spanierin, die um 4 Uhr ihre ersten Kunden hatte und morgens schon 300 Euro in der Kasse zählte, lief das Geschäft. Als es um 8.45 Uhr erneut an ihre Zimmertür klopfte, erwartete sie einen Freier, den sie bereits durch das Fenster angeworben hatte.

"Alles lief normal", sagt Andreas Stüve von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. "Man vereinbarte einen Preis, er bezahlte, nahm ihre Dienste entgegen." Danach soll der Mann die Frau plötzlich angegriffen, sie in den Schwitzkasten genommen und gewürgt haben, bis sie bewusstlos wurde. Anschließend schnappte er sich ihre bisherigen Einnahmen und flüchtete. Die Frau ließ er unbekleidet und bewusstlos in ihrem Zimmer liegen.

Als sie aufwacht, kann sie gerade noch die Zimmertür öffnen und um Hilfe rufen. Ein Notarzt bringt sie ins Krankenhaus, Lebensgefahr besteht inzwischen nicht mehr. Die Polizei ermittelt gegen den vom Opfer auf 20 bis 21 Jahre geschätzten Täter wegen heimtückischen Mordversuchs in Tateinheit mit schwerem Raub. "Der Täter musste damit rechnen, dass sein Opfer bei dem Angriff hätte sterben können", sagt Andreas Stüve.

Der Angriff selbst soll für die Frau, die erst seit ein paar Monaten in Düsseldorf ist und wenig Deutsch spricht, völlig überraschend gekommen sein. Nach Angaben der Polizei hatte die 40-Jährige den Mann vorher noch nie gesehen. Sie war von einem ganz normalen Geschäft ausgegangen, bei dem es auch nicht zum Streit gekommen war.