Kommen Und Gehen: Brauhaus in Hamm will Tradition bewahren

Kommen Und Gehen: Brauhaus in Hamm will Tradition bewahren

André Segin will im Brauhaus an der Fährstraße bürgerliche Küche anbieten.

Hamm An der Hausfassade hängt noch ein großes Schild mit der Aufschrift "Zum Bruderhaus". Doch dieses Restaurant ist Geschichte und die letzten Zeugnisse davon werden es bald ebenso sein. Seit ein paar Tagen aber gibt es mit dem Brauhaus "Zum goldenen Handwerk" wieder einen Anlaufpunkt für die Hammer, die sehr bedauerten, dass die Gastronomie schloss.

Inhaber André Segin hat damit bereits sein viertes Restaurant eröffnet. Neben dem nach ihm benannten Restaurant Segin's im Hafen betreibt er noch ein Brauhaus "Zum goldenen Handwerk" in der Altstadt und eines in Korschenbroich. Die Idee kam vom Verpächter Hermann-Josef Raths, der im Brauhaus in der Altstadt zu den Stammkunden zählt und nach der Schließung des Bruderhauses nach einem neuen Pächter Ausschau hielt. Segin musste nicht lange überlegen, "unser Konzept passt super zu Brauchtum und Vereinswesen", sagt er. Ähnlich wie in der Altstadt setzt Segin auf bürgerliche Küche. "So wie Mutter und Oma kochen", beschreibt er sein Angebot. So stehen Klassiker wie Rouladen und Sauerbraten auf der Speisekarte, außerdem soll es regelmäßig wechselnde Empfehlungen geben.

Auch das Innendesign entspricht, beispielsweise durch das simple Beleuchtungsdesign, dem Konzept aus der Altstadt - wenn auch mit kleinen Unterschieden. Nicht zuletzt wegen der Holzvertäfelung des alten Gebäudes. Ebenso finden sich im Unterschied zum Brauhaus in der Altstadt drei Fahnenkästen an der Wand. Noch sind diese leer. "Wir würden uns freuen, wenn die Schützen die Kästen mit Leben füllen würden", sagt André Segin, der sich wohl wenig Sorgen machen muss, dass diese leer bleiben könnten. Schon kurz nach Bekanntwerden der Neueröffnung bekamen Segin und sein Team viel Zuspruch von den örtlichen Vereinen. Ebenso positives Feedback gab es bei Facebook: "Endlich" und "sehr gute Nachricht" lautete dort der Tenor unter den Nutzern. Denn das gastronomische Angebot in Hamm ist rar. So hat erst vor wenigen Wochen das Bauerncafé in direkter Nachbarschaft zum Brauhaus geschlossen. Diese Lücke wollen André Seger und sein Team zumindest ein bisschen füllen und bieten im Unterschied zur Niederlassung in der Altstadt am Wochenende selbst gebackenen Kuchen, Waffeln sowie Kaffee an.

Das Brauhaus "Zum goldenen Handwerk", Fährstraße 237, ist montags bis freitags ab 16.30 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags ab zwölf Uhr geöffnet.

(RP)