Feuer im Reisholzer Hafen: Brandserie am Reisholzer Hafen

Feuer im Reisholzer Hafen : Brandserie am Reisholzer Hafen

Mehrmals hat es am Wochenende auf dem RWE-Gelände Am Trippelsberg gebrannt. Während der Löscharbeiten wurden weitere Feuer entdeckt. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Die Kripo ermittelt wegen Brandstiftung.

Eine Reihe von Bränden auf dem Gelände des Reisholzer Hafens hat am Wochenende zu verschiedenen Feuerwehreinsätzen geführt. Am frühen Samstagmorgen brannte zunächst eine Lagerhalle des Energieversorgers RWE an der Adresse Am Trippelsberg. Die Halle stand leer und ist ungenutzt. Personen wurden nicht verletzt. Laute Brandgeräusche hatten eine Anwohnerin geweckt, die die Feuerwehr anrief.

Beim Eintreffen der Feuerwehrleute schlugen die Flammen meterhoch aus dem Dach der Lagerhalle. Eine mehrere hundert Meter hohe Rauchsäule war bis in den Rheinkreis Neuss sichtbar, von wo aus ein Messtrupp des Landesumweltamtes angefordert wurde, um die Schadstoffbelastung zu prüfen. Die Werte seien nicht kritisch gewesen, hieß es bei der Feuerwehr. Allerdings bestand zeitweilig die Gefahr, dass das Feuer auf das benachbarte Umspannwerk der Düsseldorfer Stadtwerke übergreifen könnte. Vorsorglich wurde deshalb die Hochspannungsanlage abgeschaltet, was im Süden zu einem mehrstündigen Stromausfall führte.

In der leerstehenden Lagerhalle war nach Informationen unserer Redaktion auch Dämmmaterial verbaut, das krebserregenden Asbest enthält. Mitarbeiter des städtischen Umweltamtes und der Krefelder Spezialfirma GSAK versuchten daher am Samstagnachmittag, brennbares Material zu entfernen und die Giftgefahr zu untersuchen.

Gut 24 Stunden nach Ende des Großeinsatzes wurde die Feuerwehr erneut zum Trippelsberg gerufen. Auf dem selben Gelände, knapp 300 Meter von der ausgebrannten Halle entfernt, loderten die Flamen nun aus einem ungenutzten 2000 Quadratmeter großen Garagenanbau, wo Müll und Gerümpel offenbar angezündet worden waren. Das Feuer griff auf das Dach über, das die Feuerwehrleute auf einer Länge von zehn Metern mit Kettensägen öffnen mussten, um an sämtliche Glutnester zu gelangen.

Noch während dieses Einsatzes brach auf dem Gelände ein weiteres Feuer in einer anderen Halle aus, so dass schließlich auch am Samstag wieder mehr als 50 Berufs- und freiwillige Feuerwehrmänner im Einsatz waren. Weil der Verdacht der Brandstiftung naheliegt, wurde — wie bereits am Vortag — die Kriminalpolizei eingeschaltet. Vertreter des Umweltamts waren ebenfalls zum RWE-Gelände beordert worden, überwachten Luft- und Wasserbelastung.

Das Gelände liegt auf einem verlassenen Industrieareal, auf dem der Transport von Löschwasser an den Einsatzort schwierig war. Die Feuerwehr musste zuerst mehrere hundert Meter Schlauchleitungen einrichten. Aufgrund der Wetter- und Windverhältnisse und, weil Brandorte weit von bewohntem Gebiet entfernt liegen, gab es keine Warnungen vor der Rauchsäule.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Düsseldorf: Lagerhalle brennt aus

(RP/anch/csi/jre/ila/top)
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