Boot 2018 in Düsseldorf: Was für ein Spaß!

Boot 2018 in Düsseldorf : Was für ein Spaß!

Auf der Messe "Boot" ist für jeden Wasserbegeisterten etwas dabei. Sogar für Millionäre, denn auch die haben noch Träume.

Es ist ja Januar, und da sind die meisten Messebesucher der "Boot" ein bisschen ausgehungert. Zumal es sich bei ihnen ja ausnahmslos um Wasserfreunde handelt, also Menschen, deren Leben sich zu großen Teilen am, auf, im und um Wasser dreht. Und das macht den meisten eher im Sommer oder zu einigermaßen erträglichen Temperaturen so richtig Spaß.

Robby Naish hingegen kommt gerade vom Strand. Der 24-fache Surfweltmeister steht am Pavillon seiner Firma in Halle 8a und plaudert mit Fans, die zunächst einen Sicherheitsabstand halten, den aber schnell überwinden, weil Naish ein sehr zugänglicher Mensch ist. Selfies werden gemacht, Autogramme gegeben, Naish ist vergnügt, "tolle Atmosphäre hier", sagt er auf Deutsch.

Wer den Sommer und das Wasser vermisst, findet im Flatwater Pool Ersatz, Wakeboarder, Surfer und Stand-Up-Paddler können sich hier ausprobieren. Foto: Bretz Andreas

Es gibt Rock-Musik, Reggae und vor allem zwei Wasserbecken. Das Eine ist groß und wartet mit Kite-Surfern auf, das andere hingegen ist "The Wave", eine stehende Welle, die von den Besuchern geritten werden kann. Das sieht mal sehr einfach und cool aus - da stehen die Surfer ein paar Minuten auf dem Brett, fahren von rechts nach links, bevor sie sich elegant nach hinten abtreiben lassen, manchmal allerdings werden die Surfer auch nach ein paar Sekunden nach hinten durchgespült. Der Applaus der Schaulustigen ist ihnen dennoch gewiss. Die sitzen in Liegestühlen, auf Sofas, auf Treppen und trinken gerne auch Cocktails, denn irgendwie gehört das ja zum Strandfeeling dazu.

Schauspieler Hannes Jaenicke setzt sich auf der "Boot" für Haie ein. Foto: MESSE DÜSSELDORF

Sebastian Krämer hat "The Wave" schon ausprobiert. Er surft normalerweise in Holland, aber auch auf den Kanarischen Inseln und vor Sylt. Die Welle hier sei vergleichsweise einfach, sagt er, auf der anderen Seite mache sie schon Spaß. Jedes Jahr kommt der 34-Jährige aus Gießen zur "Boot", um zu sehen, was es Neues gibt. Krämer ist aber nicht nur Surfer. Er paddelt und segelt auch. "Eigentlich hangele ich mich von Urlaub zu Urlaub", sagt er. Sein Traum: "Nur noch auf dem Wasser sein." Doch leider gibt es da ja dieses finanzielle Problem, weswegen er eben auch arbeiten muss."

Surf-Ikone Robbie Naish plauderte über die perfekten Wellen. Foto: MESSE DÜSSELDORF

Arbeiten muss Hans Molenaar eigentlich nicht mehr. Tatsächlich sieht sich der Niederländer auf der Messe nach einer Jacht um, hochseetauglich, komfortabel sollte sie sein und Platz für mindestens sechs Leute sollte sie auch haben. Molenaar schaut sich Boote an, die so viel kosten wie ein luxuriöses, freistehendes Einfamilienhaus in bester Düsseldorfer Lage.

Mit der Jacht will er dann mindestens ein halbes Jahr unterwegs sein. Seine Frau teilt die Leidenschaft ihres Gatten. "Eigentlich ist es ja auch ein bisschen wie Camping, und da haben wir Niederländer ja ein Faible für", sagt sie lachend. Ihr Traum: "Nur noch auf dem Boot zu sein." Aber das lassen die geschäftlichen Verpflichtungen ihres Mannes nicht zu.

Enrike Karl hingegen zeltet gerne, "mit Mama und Papa". Außerdem fährt sie gerne Kajak. Bisher fuhr die 12-Jährige immer mit ihren Eltern im Boot, nun soll sie irgendwann ein eigenes bekommen. Solange fährt sie auf dem künstlichen Fluss in Halle 13 unter Kiefern, Birken und Buchen. Nebenan hangeln sich Kinder und Erwachsene durch einen Hochseilgarten. "Einmal in Kanada einen Urlaub machen", ist der Traum von Familie Karl. Und was Enrike noch nicht weiß: Vielleicht wird der in diesem Jahr sogar Wirklichkeit, wie Vater Heiko erzählt.

(RP)
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