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Boot 2020: Mehr Platz für Tauchen und Segeln bei Wassersport-Messe

Messe in Düsseldorf : Mehr Platz für Tauchen und Segeln bei der Boot

Die weltgrößte Wassersportmesse in Düsseldorf setzt in diesem Jahr auf eine neue Aufteilung der Hallen. Erwartet werden bei der Boot rund 240.000 Besucher.

Mit der neu gebauten Halle 1 verändert sich auch die Struktur der weltgrößten Wassersportmesse Boot, die am 18. Januar beginnt. „Bei 98 Prozent Besucherzufriedenheit muss man zwar an sich nicht viel anders machen“, sagt Boot-Director Petros Michelidakis.

Dennoch habe man sich viele Gedanken gemacht und Punkte gefunden, mit denen man die Messe im Jahr nach dem 50. Geburtstag weiter verbessern wolle. Erwartet werden rund 240.000 Besucher – und damit eventuell etwas weniger als im Jubiläumsjahr 2019 (knapp 250.000), das naturgemäß viel Aufmerksamkeit zog.

Der helle und vor allem säulenfreie Neubau der Halle 1 selbst soll die großen Yachten zwischen zwölf und 20 Metern beherbergen. Eine große Änderung betrifft den Tauchbereich, der wegen der großen Nachfrage von Halle 3 in die Hallen 11 und 12 umzieht. „Dort ist mehr Platz, und es hat trotzdem nicht ganz gereicht“, sagt Michelidakis.

Deswegen wird in Halle 13 (Thema Reisen) ein Bereich für Tauchreisen reserviert sein. Auch für das Thema Segeln wird diesmal viel Platz (Halle 15 bis 17) zur Verfügung stehen – auch wenn dieses Segment stagniere. „Segeln bleibt für uns die Seele des Wassersports“, sagt Michelidakis.

Wichtig ist den Boot-Organisatoren überdies der nun in Halle 3 untergebrachte Einsteiger-Bereich der kleineren Boote bis zu zehn Metern Länge. „Wir sind weit davon entfernt, uns nur im Luxusbereich zu bewegen.“ Entsprechend gibt es in der Halle auch einen eigenen Informationsbereich („start boating“) mit vielen Tipps speziell für Einsteiger. In Halle 5 soll unter dem Begriff „Superboats“ all das gezeigt werden, was besonders schnell, innovativ oder elegant ist. Und in Halle 6 stehen traditionell die edlen Luxusyachten, die aus verschiedensten Teilen der Welt nach Düsseldorf gebracht worden sind. Dieses Jahr sind es so viele wie nie zuvor.

Der Bundesverband Wassersportwirtschaft konnte anlässlich der Messe gute Zahlen präsentieren. Die maritime Wirtschaft in Europa sei im siebten Jahr in Folge gewachsen, die deutschen Unternehmen waren mit ihren Geschäften 2019 zufrieden. „Wir gehen mit großem Optimismus auf die Boot“, sagt Verbands-Geschäftsführer Jürgen Tracht. Insgesamt präsentieren sich dort diesmal 1900 Aussteller aus 71 Ländern. Sie belegen 230.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die Besucher reisen aus mehr als 100 Ländern nach Düsseldorf. Messe-Chef Werner Dornscheidt nannte die Veranstaltung „eine meiner Lieblingsmessen“ und wies darauf hin, dass sie sich längst zu einer Plattform für Ideen entwickelt habe. Und für Entwicklung und Forschung rund um den Meeresraum.

So findet sich bei der Boot ein Stand der „love your ocean“-Kampagne, die Mitmach- und Erlebnisstationen rund um das Thema Meeresschutz organisiert. Zudem wird am 20. Januar der „Ocean Tribute“-Award verliehen, den die Boot zusammen mit der Fürst Albert II. Stiftung und der Deutschen Meeresstiftung auslobt. Der Fürst selbst hatte die Boot im vergangenen Jahr besucht, diesmal wird er nicht vor Ort sein.

Zur Messe gehört erneut ein großes Rahmenprogramm. So wird es für Surf-Fans wieder die hoch gefragte Indoor-Welle geben, dazu eine Skimboardbahn, einen 65 Meter langen Flachwasser-Pool mit einer Wakeboard-Anlage. Im „Dive Center“ in der Halle 12 werden Filme über exotische Tauchreviere gezeigt, und vor Ort sind unter anderem die erfolgreichste Apnoetaucherin Deutschlands, Anna von Boetticher, der Filmemacher Florian Fischer und der Freediver Fred Buyle, der die 100-Meter-Marke im Tieftauchen mit nur einem Atemzug schaffte. Hobby-Taucher und -Fotografen können in der „Water Pixel World“ Tipps bekommen, wie man unter Wasser gute Fotos macht. In den Segel-Hallen werden Segel-Größen wie Sir Robin Knox-Johnston oder Laura Dekker erwartet.

Und als besonderer Gast reist zum ersten Mal der Pokal des America’s Cup von 1851 nach Düsseldorf. Die Trophäe der ältesten heute noch ausgetragen Segelregatta ist auf dem Weg aus Neuseeland zur Messe in Stockum.