Düsseldorfer Vermieter muss Hund im Haus dulden: "Bonnie" darf bleiben

Düsseldorfer Vermieter muss Hund im Haus dulden : "Bonnie" darf bleiben

Trotz generellen Hundeverbots in einem Mietshaus in Pempelfort muss der Eigentümer dulden, dass Mischlingshündin "Bonnie" dort wohnen bleibt. So hat das Amtsgericht per Urteil entschieden und ließ die Kündigungsklage des Vermieters gegen den Hund ins Leere laufen.

Mehr noch: "Bonnie" darf zwischendurch im Treppenhaus sogar mal bellen. Selbst das wertet Amtsrichter Thomas Hermeler nicht als "übermäßige Störung" der Nachbarn. Heftig hatten sich die beiden Frauchen von "Bonnie" gegen den Rauswurf ihres Hundes gewehrt.

2006 war ihnen das Tier als Welpe geschenkt worden. Im Mietvertrag ist zwar die Haltung von Hunden in jenem Haus untersagt. Doch die Frauen haben damals prompt die Hausverwaltung über ihre neue Mitbewohnerin informiert. Als Beschwerden kamen von Nachbarn, gab es im Oktober 2010 ein Gespräch der Hausverwaltung mit den beiden Frauen. Ein Mieter aus einer unteren Wohnung hatte darüber geklagt, dass die Frauen zum Spiel mit dem Hund auch einen Ball in der Wohnung springen ließen.

Auflage der Hausverwaltung: Die Mieterinnen sollten Teppiche auslegen, um die Lärmbelästigung zu mindern. Kurz danach hat der Hauseigentümer die beiden Mieterinnen dennoch zum Abschaffung von "Bonnie" aufgefordert. Angeblich hätten sich im August 2011 weitere Mieter über den Hund beschwert. Und im Dezember 2011 habe "Bonnie" im Treppenhaus sogar gebellt.

Doch nichts davon ließ der Richter gelten. Laut Urteil durften die Frauen darauf vertrauen, dass die Hausverwaltung seit vielen Jahren von "Bonnie" wusste — und die Hundehaltung in jenem Haus also toleriert hatte. Beschwerden von anderen Mietern seien danach viel zu unkonkret gewesen - und dass ein Hund mal bellt, "ist schon von Natur aus nicht auszuschließen", so der Richter. Darauf jetzt einen Rauswurf des Hundes zu stützen, ist laut Urteil nicht zulässig.