Bombenentschärfung in Düsseldorf: Kommunikation überprüfen

Bombenentschärfung in Düsseldorf : Kommunikation überprüfen

Am Ende steht natürlich das gute Gefühl, dass es wieder gut gegangen ist. Die Düsseldorfer, ganz besonders die im Norden der Stadt, sind an Bombenentschärfungen fast schon gewöhnt. Diesmal aber hat die Vorbereitung nicht so reibungslos geklappt wie bei früheren Entschärfungen.

Messegäste berichten im Internet von ahnungslosen Ordnungskräften und einer nichtssagenden Bandansage am Gefahrentelefon der Feuerwehr. Diesen Vorwürfen wird man nachgehen und auch die Kommunikationswege überprüfen müssen. Auf der Internetseite der Stadt war zeitweise weniger zu erfahren als bei Facebook, was kaum für jeden Informationssuchenden die erste Anlaufadresse ist.

Das dürfte sich für die Zukunft leicht abstellen lassen. Schwieriger ist es mit dem wiederkehrenden Problem, dass sich Menschen weigern, Absperrungen und Sperrzonen zu akzeptieren. Sie verursachen stundenlange Verzögerungen, unter denen alle anderen zu leiden haben. Ihnen klarzumachen, dass eine Bombenentschärfung kein Volksfest ist, ist die weitaus größere Aufgabe.

(RP)
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