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4129 Menschen in Düsseldorf-Mörsenbroich betroffen: Bombenentschärfung: Diese Straßen sind betroffen

4129 Menschen in Düsseldorf-Mörsenbroich betroffen : Bombenentschärfung: Diese Straßen sind betroffen

Für die Entschärfung einer britischen Fliegerbombe müssen am Dienstagmittag mehr als 4000 Menschen bis 12.30 Uhr ihre Wohnungen in Mörsenbroich verlassen. Die ­Zehn-Zentner-Bombe war bereits am Freitag bei Bauarbeiten an der Lenaustraße entdeckt worden.

Der Kampfmittelräumdienst beginnt voraussichtlich um 14 Uhr mit den Arbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Reitzensteinkaserne. Um rechtzeitig mit der Entschärfung beginnen zu können, müssen bereits bis 12.30 Uhr alle Anwohner ihre Wohnung verlassen, die in einem Radius von 500 Metern um die Fundstelle leben. Betroffen sind 4129 Menschen.

Erst vor drei Wochen hatte es auf dem gleichen Gelände eine Bombenentschärfung gegeben. Damals handelte es sich aber nur um eine Fünf-Zentner-Bombe, so dass deutlich weniger Anwohner ihre Wohnungen verlassen mussten. Da die Gefährlichkeit der Bombe nun größer ist, hat der Krisenstab der Stadt bei der jetzigen Entschärfung die Sicherheitszonen ausgeweitet.

In dieser Sicherheitszone befinden sich auch ein DRK-Altenheim und die DRK-Kindertagesstätte in der Ludwig-Beck- Straße 11, die Heinrich-Heine-Gesamtschule an der Graf-Recke-Straße 170, die St.-Franziskus-Schule in der Herchenbachstraße 2, die Lycée français de Düsseldorf Schule an der Graf-Recke-Straße 220, die Kirche Jesu Christi am Mörsenbroicher Weg 184, die Tennisanlage an der Eugen-Richter- Straße, die Kleingartenanlage vor der Lenaustraße, Einzelhandel sowie diverse Büro- und Industriegebäude.

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In der zweiten Sicherheitszone (Radius bis 1000 Meter) darf sich während der Entschärfung niemand im Freien aufhalten. In diesem Gebiet wohnen weitere 16.540 Menschen. Bis nach der Entschärfung gibt es in dieser Zeit Straßensperrungen. Die Stadt rät daher, den Bereich rund um den Bombenfundort großräumig zu umfahren.

Seit Montag lässt die Stadt Düsseldorf an die betroffenen Bürger Flugblätter mit Verhaltenshinweisen verteilen. Dazu gehört auch, dass Autos aus beiden Sicherzeitzonen weggefahren werden sollten.

Ab morgens, 8 Uhr, fährt die Feuerwehr mit Warnfahrzeugen durch das Gebiet durchfahren und gibt Verhaltenshinweise. Bereits ab 7 Uhr können Menschen, die in der Gefahrenzone wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, einen Transport über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden.

Für diejenigen, die während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle brauchen, stehen am Tag der Entschärfung, ab 10.30 Uhr die Räume der Realschule an der Schlüterstraße 18 - 20 offen. Dort eine Betreuungsstelle organisiert. Ein Bustransfer wird von der Feuerwehr ab den Haltestellen an der Max-Halbe- Straße, Vinckestraße, Graf-Recke-Straße, Ludwig-Beck-Straße und Ostendorfstraße angeboten. Die Haltestellen werden im Pendelverkehr, ab 10 Uhr, angefahren.

Das Gefahrentelefon der Stadt wird am Dienstag, ab 7 Uhr unter der Rufnummer 89-93838 besetzt sein. Nach erfolgter Entschärfung geben die Warnfahrzeuge der Feuerwehr im betroffenen Wohngebiet Entwarnung.

Gefahrenbereich A 500 Meter Radius - Bewohner müssen Wohnungen und Straßenraum verlassen: Komplettes Neubaugebiet Reitzensteinkaserne, Grunerstraße 102, Hallbergstraße 49 - 53, Simrockstraße 2 - 15, Vautierstraße 28 - 36, Wenkerstraße 1 - 6a, Wilhelm-Rabe-Straße 22, Graf-Recke-Straße 93-230, Heinrichstraße 2-84, Hermann-Hesse-Straße, Im Dämmergrund, Lenaustraße 1-38, Ludwig-Beck-Straße, Mörsenbrocjer Weg 80-186, Robert-Stolz-Straße 7-46

Gefahrenbereich B 1000 Meter Radius - Bewohner müssen in den Gebäuden bleiben bzw. vorher den Bereich verlassen: Altdorferstraße 2-11, Am Schnepfenhof 2-6, Eugen-Richter-Straße 3-53, Gehrtsstraße 3-16, Gerhart-Hauptmann-Straße 3-44, Haeslerstraße 28-33, Klopstockstraße 1-14, Marie-Juchacz-Straße 3-11, Münchhausen Weg 21-76, Otto-Götzen-Weg 2-24, Robinsonweg 11-63, Rolander Weg 1-30, Staufenplatz 4-10, Vautierstraße 9-96, Vinckestraße 37

Die Buslinien 712, 733 und 734 können während der Entschärfung der Bombe nicht den gewohnten Linienweg nehmen.

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