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Bombe in Düsseldorf-Derendorf entschärft - Leute werden immer dreister

Evakuierung stundenlang verzögert : "Die Leute werden immer dreister"

Mit mehrstündiger Verspätung wurde in der Nacht zu Samstag eine Fliegerbombe im Düsseldorfer Norden entschärft - was vor allem daran lag, dass Leute nicht den gesperrten Bereich verlassen wollten. Eine Person war besonders dreist.

Ein Mann hat sich am Freitagabend als Pressefotograf ausgegeben mit dem Ziel, die Bombe zu sehen, die im Düsseldorfer Norden entschärft werden sollte. Davon berichtet Philipp Tefke, Sprecher der Feuerwehr Düsseldorf. Doch einen entsprechenden Presseausweis konnte der Mann nicht vorweisen. Sein Unterfangen scheiterte. „Die Leute werden wie in jedem Bereich immer dreister“, sagt Tefke.

Immer wieder verzögerten in der Nacht zu Samstag Personen die Entschärfung, weil sie sich im gesperrten Bereich aufhielten. Das kann laut Feuerwehr mehrere Gründe haben.“Es gibt immer wieder Leute, die es nicht mitbekommen haben“, sagt Tefke - auch wenn vorher auf diversen Kanälen wie mittels der Medien, per App oder auch direkt vor Ort informiert wurde.

Andere hingegen hielten es für unnötig, die Wohnung zu verlassen, weil sie die Gefahr verkennen. „Aber wenn nichts passieren könnte, würden wir uns die Sperrungen sparen“, sagt Tefke. Und dann gebe es Schaulustige. Eine lückenlose Absperrung ist laut Feuerwehrsprecher nicht möglich. Der ein oder andere schlüpfe durch.

Vor der Entschärfung gehen Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt noch mal durch die betroffenen Straßen, die Feuerwehr ist mit ihren Fahrzeugen unterwegs. Sehen sie in einem Haus noch ein Licht brennen, klingeln sie. Wer sich weigert, den darf die Polizei zwingen, die Wohnung zu verlassen - notfalls wird er bis hinter die Absperrung getragen.

(seda)