Blindgänger entschärft Diese Bombe sorgte für einen unruhigen Abend in Düsseldorf-Pempelfort

Düsseldorf · Immer wieder werden bei Bauarbeiten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden – doch längst nicht immer sind die Folgen so groß wie an diesem Freitag in Düsseldorf. 17.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Tim Hoferichter vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung ist der Mann, dem wohl viele Menschen im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort und Umgebung an diesem Wochenende ganz besonders dankbar sind. Er ist derjenige, der die amerikanische Fliegerbombe am Freitagabend entschärfte.

Die Feuerwehr Düsseldorf veröffentlichte nach der Entschärfung ein Foto des Zehn-Zentner-Blindgängers – verladen auf der Fläche eines Lkw. Zuvor hatte sie kurz nach 23 Uhr per Twitter mitgeteilt, dass die Sperrungen von Straßen und ÖPNV aufgehoben seien. „Danke für Eure Geduld! Kommt sicher nach Hause und gute Nacht!“, hieß es in dem Tweet weiter.

Weltkriegsbombe in Düsseldorf-Pempelfort gefunden
16 Bilder

Weltkriegsbombe in Düsseldorf-Pempelfort gefunden

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Foto: Wolfgang Harste

Wegen des Fundes der Weltkriegsbombe hatten bis zu 17.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. In einem Radius von 1000 Metern um den Fundort waren weitere rund 40.000 Menschen betroffen, die während der Entschärfung ihre Wohnung nicht verlassen und sich nicht im Freien aufhalten durften. Das Protokoll des Abends lesen Sie hier.

Die Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten entdeckt worden. Die Evakuierung war eine Vorsichtsmaßnahme.

Wegen der Sperrungen wurde am Freitag auch das Festival „Ehrenhof Open“ für diesen Abend abgesagt. „Wie sehr hatten wir uns gefreut, alles war bereit für euch“, äußerte sich der Veranstalter Hamed Shahi enttäuscht. Allerdings kündigte er gleichzeitig an: „Morgen geht es weiter.“ An diesem Samstag soll das Festival also stattfinden. Es dauert insgesamt bis Sonntag.

(hebu/dpa)
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