Politiker uneins: Blitzer für Flehe oder Wersten?

Politiker uneins: Blitzer für Flehe oder Wersten?

Nach einem Informationsgespräch mit Verkehrsdezernent Stephan Keller hat sich gestern ein seltenes Meinungsbild in der Düsseldorfer Politik ergeben: CDU, SPD und Grüne teilen eine Position, während der Vertreter der FDP, Ratsherr Mirko Rohloff, erklärte, er bevorzuge eine vorsichtigere Version der Tempokontrolle auf der A 46.

CDU, SPD und Grüne wollen feste Radaranlagen sowohl auf der Fleher Brücke als auch für den Werstener Trog beantragen. Die FDP möchte Radaranlagen zunächst an einem der Standorte ausprobieren und erst, wenn erwiesen ist, dass durch die Blitzer der Lärm unter die gesetzlichen Grenzwerte sinkt, auch am anderen Standort feste Kontrollen einrichten. Der Stadtrat entscheidet am 29. September, was die Verwaltung bei der Bezirksregierung beantragt.

Mit diesem Diskussionsergebnis ist die rheinische Lösung für die Lärmprobleme in Flehe und Wersten vom Tisch. Zwischenzeitlich war überlegt worden, jeweils einen Blitzer für Flehe und einen für Wersten zu beantragen. Inzwischen sind sich alle Fraktionen einig, dass dem Lärmschutz nur gedient ist, wenn Tempo 80 in beide Fahrtrichtungen kontrolliert wird.

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Die Bezirksregierung wird nach dem Antrag der Stadt vor allem folgende Fragen klären müssen: Ist es zulässig und sinnvoll, auf einer so kurzen Strecke zweimal zu blitzen? Wenn ein Autofahrer an beiden Standorten geblitzt wird, zahlt er dann ein oder zweimal Bußgeld? Und ist der finanzielle Aufwand für zwei Standorte zu rechtfertigen?

Zur letzten Frage erhielten die Politiker gestern die wichtigen Zahlen: Die Radaranlagen an einem Standort kosten voraussichtlich rund 485 000 Euro. Für die Radaranlagen an der A 44 (Flughafenbrücke) wurden 14 Planstellen geschaffen, um die dort festgestellten Verstöße auszuwerten und zu bearbeiten.

(RP)
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