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Düsseldorf: Blitzer auf Fleher Brücke füllen die Stadtkasse

Düsseldorf : Blitzer auf Fleher Brücke füllen die Stadtkasse

Bei den Bußgeldeinnahmen hat Düsseldorf im vorigen Jahr kräftig zugelegt – um 9,4 Prozent auf 18,2 Millionen Euro. Am meisten Geld spült die jüngste Überwachungsanlage auf der Fleher Brücke ein.

Bei den Bußgeldeinnahmen hat Düsseldorf im vorigen Jahr kräftig zugelegt — um 9,4 Prozent auf 18,2 Millionen Euro. Am meisten Geld spült die jüngste Überwachungsanlage auf der Fleher Brücke ein.

Seit Juni wird auf der Fleher Brücke mit modernsten Radaranlagen kontrolliert, ob die Autofahrer auf der A46 das Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde einhalten. Allein von Januar bis Ende August 2014 blitzten die Digitalkameras dort 59 416 Mal, weil Autofahrer trotz Warnung zu schnell fuhren.

Damit hat sich die jüngste Überwachungsanlage der Stadt direkt zum Spitzenreiter entwickelt. "Offensichtlich wird die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der A46 von einer nennenswerten Zahl von Autofahrern weiterhin missachtet, obwohl nicht nur das Tempolimit selbst, sondern auch die Geschwindigkeitsüberwachung auf Verkehrszeichen deutlich sichtbar angekündigt werden", sagte ein Stadtsprecher.

Die Temposünder auf der Fleher Brücke nennt die Stadt auch als Grund dafür, dass im vorigen Jahr die Höhe der Bußgelder von zuvor 16,6 auf 18,2 Millionen Euro stieg. Weil 2014 die Radaranlage zum ersten Mal das komplette Jahr über in Betrieb ist, könnte die Höhe der Bußgelder noch weiter ansteigen. Die große Zahl der Temposünder ist allerdings dem hohen Verkehrsaufkommen dort geschuldet. Der Anteil der Geblitzen an allen Autofahrern dort liegt bei 0,33 Prozent.

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Auf Platz zwei der Stellen, an denen in der Stadt am häufigsten geblitzt wird, steht der Rheinufertunnel: Dort wurden im vergangenen Jahr 42 006 Temposünder gezählt. Nur etwa halb so viele - 19 328 Fälle - erfassten die fest installierten Starenkästen auf der A44 auf Höhe des Flughafens. Insgesamt zählte das Ordnungsamt 214 000 Verstöße gegen Tempolimits. Weitaus mehr Autofahrer wurden wegen falschen Parkens oder Haltens verwarnt: 350 000 zahlten Verwarngelder wegen dieser Ordnungswidrigkeiten. 4100 Fahrer mussten Bußgelder ab 90 Euro zahlen, weil sie im Stadtgebiet eine rote Ampel überfuhren. Die Einnahmen durch die Bußgelder fließen in den städtischen Haushalt, eine nähere Zweckbindung, etwa für die Sanierung von Straßen, besteht nicht.

Anders als häufig zu hören sei, stelle die Stadt die Radaranlagen nicht nach dem Kriterium der "Einnahmeträchtigkeit" auf. Vielmehr richte sich die Verkehrsüberwachung nach Gründen der Gefahrenabwehr, erklärte ein Stadtsprecher.

(RP)