Wegen Pyrotechnik: Polizei stoppt Seebrücke-Aktivisten in Düsseldorf

Protest gegen Flüchtlingspolitik: Polizeieinsatz bei „Seebrücke“-Demo in Düsseldorf

Bei einer Demonstration gegen die Schließung der Mittelmeerhäfen haben vermummte Aktivisten Pyrotechnik in einem Hafenbecken in Düsseldorf gezündet. Rund 100 Menschen nahmen an der Kundgebung im Medienhafen teil.

Bei einer Demonstration gegen die Schließung der Mittelmeerhäfen für Flüchtlingsboote ist es am Freitagnachmittag im Medienhafen zu Auseinandersetzungen zwischen einigen der rund hundert Teilnehmer und der Polizei gekommen. Weil Aktivisten der Initiative #Seebrücke, die zu der Demo aufgerufen hatte, vermummt auf einem Schlauchboot Pyrotechnik zündeten, hatte die Polizei eingegriffen. Die Demonstration sei aber nicht, wie zunächst berichtet, vorzeitig beendet worden, versicherten Teilnehmer der ansonsten friedlich verlaufenen Kundgebung. Vielmehr sei die Pyro-Aktion auch bei den Demonstranten auf der Fußgängerbrücke nicht gut angekommen.

Die Initiative #Seebrücke ruft in vielen deutschen Städten zu Protestkundgebungen gegen den Umgang mit Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer auf. Die Städte Düsseldorf, Köln und Bonn hatten sich in einem Brief an die Kanzlerin bereits vergangene Woche gegen die Schließung der Häfen ausgesprochen und die Aufnahme weiterer Flüchtlinge angeboten.

(sg)