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Polizei in Düsseldorf kontrolliert Tuner am „Car“-Freitag

Einsatz in Düsseldorf : Polizei kontrolliert Tuner am „Car-Freitag“ und zieht positive Bilanz

Im Vorfeld des „Car-Freitags“ hatte die Polizei verschärfte Kontrollen angekündigt und betont, sich nicht nur die getunten Fahrzeuge selbst anschauen zu wollen, sondern auch darauf zu achten, ob das Corona-Kontaktverbot eingehalten wird. Das Ergebnis war überraschend.

Am „Car-Freitag“ trifft sich die Auto-Poserszene in der Landeshauptstadt, um ihre oft nicht ganz legal aufgemotzten Gefährte spazieren zu fahren und zur Schau zu stellen. Die Liebhaber lauter und schneller Wagen haben den stillen, kirchlichen Feiertag wegen der Namensgleichheit ausgesucht und in den vergangenen Jahren hatte sich gerade das Areal rund um die Prominiermeile Königsallee in Düsseldorf zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt.

Schon im Vorfeld hatte die Polizei deshalb deutlich gemacht, dass sie an den neuralgischen Punkten im Stadtgebiet in diesem Jahr verschärft kontrollieren wird. Dabei wollten die Ermittler nicht nur darauf achten, dass niemand zu schnell unterwegs ist und dass die Autos nicht technisch so verändert worden sind, dass sie zu einer Gefahr im Straßenverkehr werden können. Auch die Einhaltung des Corona-Kontaktverbots sollte in diesem Jahr in den Fokus rücken.

Immer wieder wurden Fahrzeuge angehalten, um einen Blick unter die Motorhaube zu werfen. Foto: Uwe-Jens Ruhnau

Und ganz offensichtlich scheinen auch die Tuning-Fans den Ernst der Lage erkannt zu haben. Denn so ruhig wie in diesem Jahr war es seit langer Zeit nicht mehr an einem „Car-Freitag“. Hier und da war zwar rund um den Kontrollpunkt Martin-Luther-Platz das Röhren eines Auspuffs zu hören, der vielleicht nicht im Original zum entsprechenden Fahrzeug gehörte, insgesamt aber hatte die Polizei erfreulich wenig zu tun.

„Bis zum späten Nachmittag wurden zwei Fahrzeuge sichergestellt, ein BMW und ein CLK“, sagt Polizeisprecher Andreas Czogalla. Dazu kamen ein paar Verwarngelder. Insgesamt sei die Zwischenbilanz aber kein Vergleich zu den Verstößen im vergangenen Jahr. „Vielleicht fehlte der Szene das Publikum auf den Straßen“, meint Czogalla. Wahrscheinlicher sei aber, dass sich viele Poser in Zeiten der Corona-Krise wirklich genauso rücksichtsvoll und vernünftig benähmen wie die meisten anderen Düsseldorfer eben auch.

Die exakte Bilanz wird die Polizei erst nach Ostern vorlegen. Und sie hofft schon jetzt, dass sich der positive Trend der ersten Kontrollstunden auch im Gesamtergebnis zeigt.