Fälle in Düsseldorf Polizei warnt vor Paypal-Betrugsmasche

Düsseldorf · Vor einer neuen Variante der Schockanrufe warnt die Düsseldorfer Polizei. Dabei werden die Betroffenen an eine angebliche Mitarbeiterin des Bezahldienstes weitergeleitet. Was die Experten in solch einem Fall raten.

Immer mehr Menschen werden Opfer einer neuen Betrugsmasche.

Immer mehr Menschen werden Opfer einer neuen Betrugsmasche.

Foto: dpa-tmn/Karolin Krämer

Die Düsseldorfer Polizei und die Verbraucherzentrale warnen vor einer neuen Masche, die vermehrt von Kriminellen angewandt wird. Bei dieser Variante des Schockanrufs nutzen die Betrüger den Zahlungsdienst Paypal.

Das Telefon klingelt, eine automatische Ansage fordert dazu auf, eine Taste zu drücken, um angebliche Transaktionen in Höhe von mehreren Hundert Euro zu stoppen.

Immer mehr Betroffene melden sich mittlerweile bei der Polizei Düsseldorf und geben an, nach dem Drücken der Taste an einen angeblichen Mitarbeiter von Paypal weitergeleitet worden zu sein.

Polizei und Verbraucherschützer raten in diesem Fall: Trotz der Aufforderung keine Taste drücken und sofort auflegen. Anschließend in der Paypal-App oder auf der Webseite anmelden und überprüfen, ob es wirklich eine Zahlungsanweisung über einen hohen Betrag gibt. Falls ja, über die App oder die Internetseite Kontakt zum echten Paypal-Kundenservice aufnehmen und den Sachverhalt dort abklären.

Eine Paypal-Sprecherin sagt dazu: „Paypal ruft seine Kunden in der Regel nicht an - und schon gar nicht mit der Aufforderung, Zahlungen zu leisten“.

Bei solchen Anrufen kommt bei Betroffenen oft die Frage auf, wie die Kriminellen an ihre Telefonnummer gekommen sein mögen. Am wahrscheinlichsten ist es aus Sicht der Verbraucherzentrale, dass viele Nummern „auf gut Glück“ angerufen werden. Dabei müssen die Betroffenen nicht mal ein Paypal-Konto haben.

Bei der großen Verbreitung des Zahlungsdienstes ist es aber sehr wahrscheinlich, dass die Kriminellen einen Treffer landen. Und wer dann eine Taste drückt, gibt ihnen die Bestätigung, über ein Paypal-Konto zu verfügen.

Bei Fragen steht die Kriminalprävention unter 0211-8706865 bereit.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde bereits im September 2023 veröffentlicht und jetzt aktualisiert.

(csr)
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