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OSD-Einsätze in Düsseldorf: Verbotene Prostitution und zehn Iren in einem Hotelzimmer

Ordnungdienst-Einsätze in Düsseldorf : Verbotene Prostitution und zehn Iren in einem Hotelzimmer

Der Düsseldorfer Ordnungsdienst hatte es bei seinen 39 Einsätzen am Mittwoch mehrfach mit derzeit verbotener Prostitution zu tun, erwischte einen polizeibekannten Sexualstraftäter und traf zehn Iren, die in einem einzigen Hotelzimmer hausten.

An der Charlottenstraße konnte eine Zivilstreife des OSD nach Mitternacht einen Mann beobachten, der aus seinem Auto heraus eine mutmaßliche Prostituierte ansprach. Als die Frau gerade in das Auto des mutmaßlichen Freiers einsteigen wollte, griffen die OSD-Mitarbeiter ein.

Die Coronaschutzverordnung sieht aktuell ein generelles Verbot der Ausübung der Prostitution vor. Im Sperrbezirk an der Charlottenstraße ist diese ohnehin verboten.

Bei der Befragung verhielt sich der Freier so auffällig, dass die Einsatzkräfte seine Daten über die Leitstelle der Polizei überprüfen ließen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem 49-Jährigen um einen polizeibekannten Sexualstraftäter handelt, der sich nach verbüßter Strafe aktuell in einem gerichtlich angeordneten Kurs für rückfallgefährdete Sexualstraftäter befindet.

Aufgrund der Situation, in der der Mann angetroffen wurde, muss sowohl das zuständige Landgericht als auch das Landeskriminalamt darüber informiert werden. Nach der Personalienaufnahme erhielt der Mann einen Platzverweis. Gegen ihn wurde zudem ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Düsseldorfer Straßenordnung und die Coronoaschutzverordnung eingeleitet.

Die mutmaßliche Prostituierte wurde vor einem Kontakt zu diesem Freier gewarnt und erhielt einen Platzverweis. Gegen sie wurden Verfahren wegen Verstoßes gegen die Sperrbezirksverordnung und die Coronaschutzverordnung eingeleitet.

Bis Mitternacht stellte der uniformierte Streifendienst zwei weitere Fälle von verbotener Prostitution auf dem Straßenstrich fest. In beiden Fällen wurden gegen die Beteiligten Bußgeldverfahren eingeleitet.

Ein weiterer Einsatz führte OSD-Mitarbeiter in ein Hostel in Friedrichstadt. Bei der Überprüfung eines Hinweises kurz nach 18 Uhr stellte sich heraus, dass dort seit Anfang Mai zehn Iren untergebracht sind. Laut OSD handelte es sich dabei um eine Gruppe Urlauber. Der Besitzer des Hostels sagte jedoch gegenüber unserer Redaktion, dass die Gäste bei ihrer Ankunft angegeben hatten, aus beruflichen Gründen in Düsseldorf zu sein.

Die zehn Iren hausten laut OSD zusammen auf engstem Raum in einem einzigen Zimmer, das auch nur über ein Gemeinschaftsbad verfügte. Auch das verneinte der Hostel-Besitzer. Die zehn seien in Fünfer-Gruppen in zwei Zehn-Bett-Zimmern untergebracht gewesen und hätten vier Gemeinschaftsbäder zur Verfügung gehabt. Angesichts der vorgerückten Stunde wurde den Männern eine weitere Übernachtung gestattet.

Am frühen Abend musste zum wiederholten Male die Freitreppe am Burgplatz geräumt und gesperrt werden. Dort hielten sich rund 200 Menschen auf, die den geforderten Mindestabstand nicht einhielten.

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(csr/ham)