Ölteppich auf dem Rhein in Düsseldorf: Feuerwehr sperrt Häfen nach Schiffsunfall

2000 Liter Öl auf dem Rhein bei Düsseldorf : Feuerwehr sperrt Häfen nach Schiffsunfall

Bei einer Schiffskollision auf dem Rhein bei Dormagen sind etwa 2000 Liter Öl in den Fluss gelangt. Die Düsseldorfer Feuerwehr bemühte sich am Montag, die Hafeneinfahrten mit Sperren zu schließen, um eine Ausbreitung des Ölteppichs zu verhindern.

Am Montagmorgen sind um 6.37 Uhr zwei Transportschiffe auf dem Rhein in Höhe Zons frontal zusammengestoßen. Aus dem Vorschiff des Tankmotorschiffes gelangten etwa 2000 Liter Öl in den Rhein.

Um eine Ausbreitung auf die Düsseldorfer Häfen zu verhindern, wurden in Abstimmung mit dem Umweltamt mehrere Einfahrten mit Ölschlängeln durch Feuerwehr verschlossen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf, die sich auf dem Rückweg von der Unterstützung bei der Schiffskollision befanden, stellten in Höhe von Himmelgeist die Verschmutzung des Gewässers fest. Daraufhin begaben sich mehrere Einheiten an Land und zu Wasser zur gemeldeten Schadensstelle.

Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf waren damit beschäftigt, die Einfahrten zum Medienhafen, den Gastronomieschiffen am Rober-Lehr-Ufer, dem Volmerswerther Hafen sowie dem Yachthafen an der Rotterdamer Straße mit speziellen Ölschlängeln zu verschließen. Dies erfolgt zu einem vom Land aus aber auch zu Wasser mit verschiedenen Booten der Feuerwehr. Ein Ausbringen der Ölsperren im Rheinstrom funktioniert aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeiten nicht.

Da sich das Gasöl im Rhein sehr schnell verdünnt hatte, konnte im Bereich des Löriker Yachthafens keine Verunreinigung festgestellt werden, daher war das Verschließen mit einer Ölsperre hier nicht notwendig.

Die schwimmenden Ölsperren werden in den nächsten Tagen in Abstimmung mit dem Umweltamt eingeholt und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt.

Am frühen Nachmittag war der Ölteppich am Robert-Lehr-Ufer vorbeigezogen und erstreckte sich von dort aus Rheinstrom abwärts in Richtung Düsseldorfer Norden.

Bei dem Unfall verletzte sich der 53 Jahre alte Schiffsführer leicht. Das Güterschiff war mit Sojaschrot beladen. Die Ursache der Schiffshavarie war zunächst unklar. Durch die Kollision wurden das deutsche Tankmotorschiff und das niederländische Gütermotorschiff im Bugbereich stark beschädigt.

Zunächst war noch unklar, wie hoch der Sachschaden war und ob die beiden Schiffe weiterfahren konnten. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Die Wasserschutzpolizei war mit zwei Booten aus Düsseldorf und Köln vor Ort, um den Unfall aufzunehmen.

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(csr)
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