Feuer in Düsseldorf: Müllhaufen brennt an Mehrfamilienhaus – Feuerwehrleute angegriffen

Feuer in Düsseldorf : Müllhaufen brennt an Mehrfamilienhaus – Feuerwehrleute angegriffen

Bei einem Einsatz im Stadtteil Lierenfeld sind Düsseldorfer Feuerwehrleute beleidigt worden. Die Polizei spricht auch von einem körperlichen Angriff. An einem Mehrfamilienhaus hatte ein Sperrmüllhaufen gebrannt.

Der Brand war in der Silvesternacht gegen 2.40 Uhr gemeldet worden. Im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses auf der Reisholzer Straße in Düsseldorf-Lierenfeld brannte ein Sperrmüllhaufen. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen, schlugen die Flammen bereits bis in die zweite Etage und mehrere Wohnungen waren mit Brandrauch gefüllt.

Die Feuerwehr löschte die Flammen und brachte 15 Menschen aus den oberen Etagen in Sicherheit. Wie die Stadt mitteilt, wurden insgesamt 42 Menschen medizinisch begutachtet. Das fand in einer benachbarten Kneipe statt. 14 Menschen wurden behandelt, einer musste mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Wie Feuerwehr und Polizei übereinstimmend berichten, kam es bei dem Einsatz zu einem Übergriff auf Feuerwehrleute. Die Feuerwehr spricht von einer verbalen Attacke, also Beleidigungen und Beschimpfungen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurden Feuerwehrleute außerdem bespuckt und geschlagen. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Menschen so etwas tun“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage. „Wir kommen zu so einem Einsatz, um zu helfen – wenn die Reaktion so negativ ist, ist das schon sehr verstörend.“

Mindestens zwei Personen nahm die Polizei vorübergehend in Gewahrsam und konnte die Situation dadurch beruhigen. Warum es zu dem Übergriff kam, ist noch nicht bekannt – auch nicht, ob Alkohol im Spiel war. Es wurde Strafanzeige wegen Widerstands gestellt.

Nach dem Feuer sind zwei Wohnungen laut Feuerwehr bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Eine Mieterin kam in der Nacht noch bei Freunden unter, die anderen Bewohner seien nicht vor Ort gewesen. Der Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.

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